Bodensee
Natur in Vorarlberg | 1981|2011
| Fläche: | 536 km2 | Zahlen und Fakten |
| Uferlänge: | 273 km | Abt. Wasserwirtschaft |
| Maximale Tiere: | 251 m | Umweltinstitut |
| Maximale Breite: | 14 km | IGKB |
| Wasservolumen: | 48,4 km3 | ISF |
Verwendungshinweis
Inhalt
| Grundlagen | Zusatzmaterial | Lernspiele | Der Bodensee im Überblick | ||
| 01. Dokumente | Arbeitsblätter | 04. LearningApps | 01. Übersicht | ||
| 02. Bildergalerie | Landkarten | 05. Weitere Spielepiele | 02. Entstehung und Besiedelung | ||
| 03. Zusatzmaterial | Sagen | 06. Puzzle | 03. Geografie, Klima und Natur | ||
| Links | 04. Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Medien | Videos | 05. Grenztheorien | ||||
Zusatzmaterial
Video: Alles Wasser | Teil 6 | Der Bodensee
Links
Abteilung Umwelt und Klimaschutz (Bregenz, Land Vorarlberg)
- Sensibles Bodenseeufer - Rücksicht nehmen
Institut für Umwelt und Lebensmittelsicherheit (Bregenz, Land Vorarlberg)
- Bodenseeüberwachung - Wasserqualität Bregenzer Bucht
Abteilung Wasserwirtschaft (Bregenz. Land Vorarlberg)
- Bodensee-Pegel Bregenz
- Qualitätsüberwachung - Bodensee Seewasser
- Badewasserqualität
- Der Bodensee - Zahlen und Fakten rund um den See (Pdf)
- Schulfilm Alles Wasser - Teil 6 - Der Bodensee
- Video
- Arbeitsbehelf
- Der Bodensee in Zahlen und Fakten
Internationale Gewässerschutzkommission Bodensee IGKB
- Bodensee - Zustand-Fakten-Perspektiven (Pdf)
Institut für Seenforschung (Langenargen, Landesamt für Umwelt Baden-Württemberg)
Tourismusorganisation: Vierländerregion Bodensee
Rheinfall Schaffhausen - Zahlen und Fakten
Zusätzlich:
- Kleinseen in Vorarlberg
Videos
Das Rheindelta – der kleine Dschungel am Bodensee
4:27 min | 2017
Lernspiele
zu Begleittext und Bildergalerie
Zusatzmaterial
Einzelansicht
Wissens-Datenbank
im Überblick
Natur in Vorarlberg Der Bodensee
- Übersicht
Der See Der Bodensee liegt im Dreiländereck Österreich, Deutschland, Schweiz. Er hat eine Gesamtfläche von 538 km2. Er wird vom Rhein durchflossen, v.a. von diesem und der Bregenzerach mit Wasser gespeist und in Obersee, Überlinger- und Untersee eingeteilt.
Namesgebung Die Römer benannten den Bodensee nach der größten Stadt am See, Bregenz, Lacus Brigantius oder Lacus Raetiae Brigantinus. Ab dem 9. Jahrhundert wurde er auch nach dem heutigen Ort Bodman als Lacus Bodamicus bezeichnet. Daraus entwickelte sich der Name Bodensee.
Zur Zeit des Konstanzer Konzils wurde er auch Lacus Constantius genannt, das z.B. im Englischen als lake of constance noch erhalten ist.Zahlen und Daten Name: Bodensee früher: Lacus Raetiae Brigantinus, Lacus Constantinus weitere: Schwäbisches Meer Fläche: 536 km2 Maximale Breite: 14 km (Friedrichshafen - Romanshorn) Länge: 63 km (Bregenz - Bodman) Entfernung Bregenz-Konstanz: 46 km Entfernung Bregenz-Stein am Rhein: 69 km (Luftlinie) Maximale Tiefe: Obersee: 252 m Bregenzer Bucht: ~60 m Untersee: ~40 m Anrainerstaaten: Österreich, Deutschland, Schweiz Österreich: Bundesland Vorarlberg Deutschland: Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern Schweiz: Kantone Thurgau, St. Gallen, Schaffhausen Staatsgrenzen: Untersee: durch Staatsverträge zwischen Deutschland und Schweiz aufgeteilt Überlingersee: Deutsches Hoheitsgebiet Obersee: keine festgelegten Grenzen Uferlänge: 273 km davon Österreich: 28 km davon Deutschland 173 km davon Schweiz: 72 km Rauminhalt: 48,4 km3 Größte Zuflüsse: Alpenrhein | Bregenzerach Höchster Wasserstand: Juni Tiefster Wasserstand: Jänner Schwankung: ~ 1,5 m Wasser-Einzugsgebiet: 11.500 km2 Durchschnittlicher Zufluss: 11 Mrd. m3 pro Jahr Maximale Abflusskapazität des Rheins: 1.300 m3/sek. Entnahmemenge (Trinkwasser): 130 Mio m3 pro Jahr 4,5 m3/sek. Geschiebe des Alpenrheins: ~ 2 Mio. m3 pro Jahr Verlandung: in ~ 19.000 Jahren Wölbung Bodensee Bregenz-Konstanz: 41,5 m Bekanntester Speisefisch: Felchen Quellen: Land Vorarlberg,
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
- Entstehung und Besiedelung
Entstehung Der Bodensee entstand durch einen Grabenbruch und wurde vom Rheingletscher ausgehobelt. Durch abgelagerten Moränenschutt bildete sich im Norden und Westen des Sees eine sanfte Hügellandschaft.
Die Karte von A. Steudel aus dem Jahre 1874 zeigt den See, wie er während oder nach der Eiszeit ausgesehen haben muss. Er wird dabei in Churersee, Landquartsee, Illsee und Rheintalsee unterteilt.
Besiedelung Die Besiedlung der Ufergebiete des Bodensees reicht bis ca. 4.000 v. Chr. zurück. Die ersten Siedler waren jungsteinzeitliche Ackerbauern. Nach ihnen siedelten Kelten und Römer an den Bodenseeufern. Arbon (Arbor-Felix), Bregenz (Brigantium), Konstanz (Constantia) und andere Orte waren römische Siedlungen.
Alemannen Den Römern folgten 260 n. Chr. die Alemannen. Diese siedelten zunächst nur am Überlinger- und Untersee. Erst um 600 n. Chr. bevölkerten sie die übrigen Randgebiete des Sees.
Sie zogen vermutlich am nördlichen Bodenseeufer entlang in das Rheintal, wo sie mit ihren Familien eine Bleibe fanden. Sie gründeten Markgenossenschaften und brachten deutsche Sprache und deutsches Brauchtum mit.Kunstgeschichte Die Bodenseeregion war Schauplatz eines wichtigen Teiles alpenländischer Kulturgeschichte. Sie beeinflusste in großem Maße den süddeutschen Raum, die Ostschweiz und Vorarlberg. Die Christianisierung des gesamten schwäbisch-alemannischen Raumes nahm hier ihren Ausgang.
Berühmte romanische, gotische und barocke Bauwerke sind Zeugen kulturgeschichtlicher Epochen.
- Geografie, Klima und Natur
Das Gewässer Der Spiegel des Bodensees liegt 395 m über dem des Meeres. Der See ist bis zu 76 km lang (Bregenz - Stein am Rhein), 14 km breit, an der tiefsten Stelle 252 m tief und hat einen Seeinhalt von ca. 48 Mia. m3 Wasser. Er ist der drittgrößte Binnensee Mitteleuropas mit einem Gesamtumfang von 263 km.
Der Untersee ist vom Hauptbecken durch eine 4 km breite, vom Rhein durchschnittene Landbrücke getrennt und wird um die Insel Reichenau in Gnadensee und Zellersee unterteilt.Das Österreichische Bodenseeufer Der österreichische Uferanteil zwischen Bregenzerach und Altem Rhein ist ein typisches Verlandungsgebiet. Die Bregenzerach, die Dornbirnerach und besonders der Neue Rhein schieben jährlich gewaltige Schutt- und Sandmassen an die dortigen Ufergebiete. So lagert der Rhein pro Jahr ca. 36 Mill. m3 Geschiebe ab. Typisch für diese Verlandung sind die Landzungen, die sich weit in den See hinausschieben (z.B. Rohrspitz, Rheinspitz). Am Rande der Bregenzer Bucht befinden sich an manchen Stellen Steilufer.
Klima Das Wasser des Bodensees ist ein großer Wärmespeicher. Das dadurch entstehende milde Klima verleiht der gesamten Bodenseelandschaft eine reiche Vegetation und Fruchtbarkeit. Dies ist insbesonders am Untersee zu spüren. In Vorarlberg wird das Klima des Unteren Rheintal dadurch beeinflusst.
Erholung Die abwechslungsreiche Landschaft des Bodensees und seine Schönheiten, geprägt von altem und neuem kulturellen Geist, haben eine große Anziehungskraft auf Menschen aus aller Welt. Die Bodenseeregion bietet vielfältige Erholungsmöglichkeiten.
Umweltschutz Das ökologische Gleichgewicht des Sees wird durch Abwässer und sonstige Verschmutzungsfaktoren beeinträchtigt. Durch die Zubringerflüsse gelangen gelegentlich chemisch belastete Abwässer von Industrieanlagen im Landesinneren in den See. Dies bringt nicht nur Gefahren für die im Wasser lebenden Tiere mit sich, sondern auch für die um den See wohnenden Menschen und die Erholungssuchenden.
Das Bodenseewasser dient über vier Millionen Menschen als Trinkwasser. Pumpwerke und Wasserleitungen versorgen den Schweizer und süddeutschen Raum (z. B. Stuttgart).
- Wirtschaft und Verkehr
Wirtschaft Die Beckenlage und die mildernden Einflüsse des Sees bestimmen die klimatischen Grundzüge der Bodenseelandschaft. Das milde Klima machte diese Landschaft von altersher zu einem bevorzugten Gemüse-, Obst- und Weinanbaugebiet. Eine moderne Großindustrie entwickelte sich in einigen Orten (z.B. Friedrichshafen, Arbon und Romanshorn).
Gerade dieser Umstand trug zur Erhaltung der alten Städtebilder und der noch weithin unzerstörten Kulturlandschaft bei. Die Grundzüge eines Erholungsgebietes (agrarischer Grundcharakter, reizvolle Landschaft, altertümliche Bauten und Kunstdenkmäler, Erholungsmöglichkeiten am See) haben den Bodenseeraum zu einer weltbekannten Tourismusregion gemacht.Verkehr Zur Weißen Flotte haben sich Schifffahrtsbetriebe der drei Anrainerstaaten zusammengeschlossen. Sie bilden die Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein, die VSU, und betreiben von April bis Oktober einen fahrplanmäßigen Schiffsverkehr auf dem See. Diese werden von den Vorarlberg Lines (A), der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt AG, der Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein AG, URh, (beide CH) und der Bodensee-Schifffahrt BSB (D) durchgeführt. Zusätzlich gibt es Ausflugs- und Sonderfahrten.
Einen wichtigen Stellenwert in der Verkehrsanbindung der Bodenseeregion nimmt der Flugverkehr ein. Immer mehr Touristen nützen das Angebot des Flughafens St. Gallen - Altenrhein und des Bodensee-Airports Friedrichshafen.
- Grenztheorien
Kondominiumstheorie Entsprechend der Kondominiumstheorie gehört ausschließlich ein Uferstreifen zum jeweiligen Staatsgebiet. Dieser ist nicht in Zahlen gegossen. Die Seefläche wird dabei als Kondominium, als internationales Gewässer, dessen Gebiet sich mehrere Staaten teilen, betrachtet und Hoher See genannt.
Haldentheorie Bei der Haldentheorie, einer Erweiterung der Kondominiumstheorie, wird mit der Halde der Teil des Ufers bezeichnet, der nicht weniger als 25 tief ist und zum jeweiligen Staatsgebiet gehört.
Seit dem späten 19. Jahrhundert ist es üblich, dass den Bodensee betreffende, auch für die Nachbarstaaten relevante Gesetzestexte erlassen werden, die meist wortgleich von den drei Staaten übernommen werden.Realteilungstheorie Bei der Realteilungstheorie verlaufen die Grenzen in der Mitte des Bodensees. Der Bodensee wird auf die Anrainerstaaten aufgeteilt, deren Gesetze dort gelten.
Dabei kämen 9,7 % zu Österreich, 32 % zur Schweiz und 58,3 % zu Deutschland.




























































































































