Frühblüher
Natur in Vorarlberg | Unterrichtsmaterial
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Inhalt
| Grundlagen | Zusatzmaterial | Lernspiele | Frühblüher im Überblick | |||
| 01. Dokumente | Arbeitsblätter | 01. LearningApps | Übersicht | 07. Hohler Lerchensporn | ||
| 02. Bildergalerie | Grafiken | 02. LearningSnack | 01. Buschwindröschen | 08. Wechselblättriges Milzkraut | ||
| 03. Zusatzmaterial | Links | 03. Puzzle | 02. Himmelschlüssel | 09. Weiße Pestwurz | ||
| 03. Huflattich | 10. Scharbockskraut | |||||
| 04. Frühlingsknotenblume | 11. Kleines Schneeglöckchen | |||||
| 05. Frühlings-Krokus | 12. Wohlriechendes Veilchen | |||||
| Tipp: auf der Seite suchen: strg+f | 06. Leberblümchen | Impressum | ||||
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Natur in Vorarlberg
Frühblüher
Inhalt - Übersicht
Was sind Frühblüher? Frühblüher sind die ersten Blüten, die sich bis April in unseren Wäldern und Wiesen zeigen. Eine Ausnahme bildet das Gänseblümchen, das fast das ganze Jahr über blühen kann.
Oft wachsen Frühblüher unter Sträuchern oder Bäumen. Diese sind nach dem Winter noch kahl, haben keine Blätter. So gelangen die Sonnenstrahlen an diesen Stellen bis zum Boden und wärmen ihn. Diese Energie nützen die Frühblüher. Auch speichern sie im Vorjahr Energie in Zwiebel, Knolle oder Wurzelstock.Die Blüte zuerst Bei Frühblühern zeigen sich die Blüten vor den Blättern. Für viele Insektenarten sind sie die erste Nahrung nach dem Winter.
Die kurze Wachstumszeit der Frühblüher ist meist bereits um die Jahresmitte zu Ende. Sie sind verblüht, die Samen gebildet und das Blätterdach ober ihnen hat sich oft bereits geschlossen.Speicherorgane Frühblüher speichern im Sommer und Herbst Energie, damit sie im Frühling des nächsten Jahres - nach der Schneeschmelze - Wasser aufnehmen und früh mit dem Wachstum beginnen können. Diese Speicherorgane sind meist
- Zwiebel,
- Knolle oder
- Wurzelstock,
dessen Erdspross für die Speicherung verantwortlich ist.
Zwiebel
Frühblüher mit einer Zwiebel ist das- Schneeglöckchen.
Knolle
Eine Knolle als Speicherorgan nutzen- Frühlings-Krokus,
- Schneerose und
- Scharbockskraut.
Wurzelstock (Erdspross)
Einen Wurzelstock haben- Buschwindröschen,
- Himmelschlüssel und
- das Veilchen.
Wildblumen Diese Bildreihe widmet sich den Frühblühern, die als Wildblumen in unseren Wäldern und Wiesen wachsen.
Gartenblumen Primel, Tulpe und Narzisse sind im Frühling in vielen Gärten und - außer der Primel - in vielen Innenräumen als Schnittblumen zu sehen. Sie sind gezüchtete und keine Wildblumen.
Von Narzissen und Tulpen gibt es Wildblumenarten. Diese wachsen jedoch nicht in Vorarlberg.
- Frühblüher-Porträts
- 01.
Buschwindröschen Das Buschwindröschen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Es hat eine Blüte pro Stängel, wobei dieser drei dreiteilige, gestielte Stängelblätter besitzt.
Die Blüte wird meist 2 bis 4 cm groß und besteht aus sechs bis acht Kronblättern. Diese sind auf der Außenseite oft rosa. Es wächst teppichartig.
Das Buschwindröschen ist giftig.Beschreibung Blütenfarbe: weiß Wuchshöhe: 10 – 25 cm Standort: Die Pflanze kommt in Laubmischwäldern sowie auf schattigen, feuchten Wiesen vor. Blütezeit: März – April Wurzelsystem: Flachwurzler Giftig: ja (alle Pflanzenteile)
- 02.
Himmelschlüssel, Hohe Schlüsselblume, Wald-Primel Der Himmelschlüssel gehört zur Familie der Primelgewächse. Er hat einen leicht behaarten Stängel mit grundständigen Blättern. Diese sind länglich eiförmig, gekerbt und runzelig.
Die Blüte besteht aus einer flachen, gelben, fünfblättrigen Blütenkrone in Dolden.
Der Himmelschlüssel wird schon seit langer Zeit als Heilpflanze eingesetzt. Blüten und Wurzeln sind essbar.Beschreibung Blütenfarbe: gelb Wuchshöhe: 10 – 25 cm Standort: Die Pflanze kommt häufig in Auwäldern und auf feuchten Wiesen vor. Sie verträgt Sonne bis Halbschatten. Blütezeit: März – Mai Wurzelsystem: Pfahlwurzler
- 03.
Huflattich Der Huflattich gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Er hat einen geschachtelten Stängel mit grundständigen, großen, nierenförmig gezähnten Blättern. Die Blätter werden erst nach der Blüte ausgebildet.
Diese besteht aus gelben Zungenblüten und innen liegenden, gelben Röhrenblüten. Er dient sehr vielen Insekten als Nahrung.
Blüten und Blätter sind essbar und als Tee verwendbar. Huflattich ist eine Heilpflanze gegen Entzündungen oder Husten.Beschreibung
Blütenfarbe: gelb Wuchshöhe: 5 - 20 cm Standort: Die Pflanze kommt zerstreut an Wegrändern und auf Schuttflächen bis zu 2300 m Seehöhe vor und liebt sonnige Standorte. Blütezeit: März – Mai Wurzelsystem: Flachwurzler
- 04.
Frühlingsknotenblume, Märzenbecher Die Frühlings-Knotenblume gehört zur Familie der Amaryllisgewächse. Sie hat einen aufrechten, kahlen Stängel und schmale, fleischige, grundständige Blätter.
Die Blüte besteht aus sechs gleich langen, weißen Blütenblättern mit grünem Punkt an der Spitze. Sie ist hängend, glockenförmig und stark duftend.Außer der Zwiebel sind alle Teile der Frühlings-Knotenblume leicht giftig. Diese ist sehr giftig.
Beschreibung
Blütenfarbe: weiß Wuchshöhe: 10 - 30 cm Standort: Die Pflanze kommt selten vor. Sie wächst in feuchten Laubmischwäldern und Wiesen dort meist in großen Beständen. Blütezeit: März – Mai Wurzelsystem: Zwiebel Giftig: ja
- 05.
Frühlings-Krokus Der Frühlings-Krokus gehört zur Familie der Schwertliliengewächse. Er hat grundständige, schmale Blätter mit weißen Längsstreifen.
Die Blüte ist weiß, seltener violett. Die Blütenblätter sind am Grund verwachsen. Die Pflanze überwintert in einer Wurzelknolle.
Verwandt ist der Safran-Kokus (Crocus sativus), aus dem Safran gewonnen wird.Beschreibung
Blütenfarbe: weiß, violett Wuchshöhe: 8 bis 15 cm Standort: Die Pflanze kommt auf feuchten, oft lehmigen Bergwiesen meist in größeren Beständen vor. Blütezeit: März – April Wurzelsystem: Knolle
- 06.
Leberblümchen Das Leberblümchen gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Es hat einen leicht behaarten Stängel. Die dreilappigen Blätter werden erst nach der Blüte ausgebildet.
Die Blüte hat einen Durchmesser bis zu 4 cm und besteht aus sechs bis zehn blauen Blütenblättern. Diese bleiben über den Winter grün.
Das Leberblümchen wurde früher als Heilpflanze angesehen. Zahlreiche Insekten, v.a. Wildbienen nutzen sie als Nahrungsquelle. Ameisen verbreiten die Samen.Beschreibung
Botanischer Name: Hepatican nobilis Blütenfarbe: blau Wuchshöhe: bis 15 cm Standort: Die Pflanze kommt zerstreut in Laub- und Mischwäldern, zumeist auf nährstoffarmen, kalkhaltigen Böden vor. Blütezeit: März – Mai Wurzelsystem: Tiefwurzler
- 07.
Hohler Lerchensporn Der Lerchensporn liebt nährstoffreichen, feuchten Boden, einen Standort im Schatten oder Halbschatten. Der Boden soll lockeren, sandigen Lehmboden. Er gehört zur Familie der Hahnenfußartigen und ist ein Mohngewächs. Die Blätter sind gefiedert.
Die Blüten stehen in Trauben.
Der Lerchensporn vermehrt sich sehr gut. Seine Blüten sind besonders bei Hummeln (Wildbienen) beliebt.Beschreibung
Botanischer Name: Corydalis cava Blütenfarbe: purpurrot und weiß Wuchshöhe: bis 30 cm Standort: Die Pflanze kommt in Laubwäldern und an schattigen bis halbschattigen Plätzen vor. Blütezeit: März – Mai Wurzelsystem: Knolle Giftig: ja, besonders Wurzeln und Knolle
- 08.
Wechselblättriges Milzkraut Das Milzkraut gehört zur Familie der Steinbrechgewächse. Es wächst mattenartig. Die Pflanze behält ihre grünen Blätter über den Winter.
Die gelben Blüten wachsen in Dolden.
Die Blätter sind essbar. Die Pflanze wird als Heilpflanze genutzt, v.a. die Blätter.Beschreibung Botanischer Name: Chrysospenium alternifolium Blütenfarbe: gelb bis gelbgrün Wuchshöhe: 5 bis 20 cm Standort: Die Pflanze kommt im Halbschatten vor und mag nährstoffreichen, lehmigen und feuchten Boden. Blütezeit: April – Juni Wurzelsystem: Flachwurzler
- 09.
Weiße Pestwurz Die Weiße Pestwurz gehört zur Familie der Korbblütler. Die Pflanze verliert ihre grünen Blätter über den Winter.
Sie hat kleine weiße Blüten und große, grüne Blätter. Sie dient sehr vielen Insekten als Nahrung.
Sie wurde früher als Heilpflanze verwendet.Beschreibung
Boranischer Name: Chrysospenium alternifolium Blütenfarbe: weiß Wuchshöhe: 15 bis 40 cm Standort: Die Pflanze kommt an sonnigen bis halbschattigen Plätzen vor. Sie bevorzugt nährstoffreichen, feuchten und schotterigen Boden. Blütezeit: März - Mai Wurzelsystem: Flachwurzler
- 10.
Scharbockskraut Das Scharbockskraut ist ein Hahnenfuchsgewächs. Es wächst an sonnigen bis schattigen Standorten und ist Nektar- und Pollenlieferant für viele Insekten. Bis die Blätter im Frühsommer verschwinden, breiten sie sich teppichartig aus.
Viele Insektenarten nutzen die Blüten als Nahrungsquelle.
Verblüht das Scharbockskraut, wird es schwach giftig. Scharbock war eine Bezeichnung für Skorbut, gegen den sie als Heilpflanze verwendet wurde.Beschreibung
Botanischer Name: Vicaria verna Blütenfarbe: goldgelb Wuchshöhe: 5 bis 20 cm Standort: Die Pflanze bevorzugt nährstoffreichen und lockeren Boden in Laubwäldern und im Gebüsch. Blütezeit: März – Mai Wurzelsystem: Flachwurzler Giftig: ja (nach der Blüte schwach giftig)
- 11.
Kleines Schneeglöckchen Das Schneeglöckchen gehört zur Familie der Amaryllisgewächse. Es hat eine Blüte pro Stängel. Dieser ist kahl und hat zwei grundständige Blätter. Die Pflanze überwintert als Zwiebel, in der die Nährstoffe gespeichert werden. Die Blätter bleiben grün.
Die Blüte besteht aus je drei außenliegenden, weißen, großen Blütenblättern und je drei innen liegenden, kleineren und grünlicheren Blütenblättern.
Das Schneeglöckchen stammt aus Südeuropa. Man findet es bei uns meist verwildert. Es ist schwach giftig.Beschreibung
Botanischer Name: Galanthus nivalis Blütenfarbe: weiß Wuchshöhe: 6 - 20 cm Standort: Die Pflanze wächst in feuchten Laubmischwäldern und Wiesen sowie in Auwäldern. Sie kommt selten vor. Blütezeit: Februar – März Wurzelsystem: Zwiebel Giftig: ja (schwach giftig) Schutz: vollkommen geschützt
- 12.
Wohlriechendes Veilchen, März-Veilchen Das Veilchen gehört zur Familie der Veilchengewächse. Die Pflanze hat keinen eigentlichen Stängel. Ihre Blätter sind rundlich.
Sie hat eine dunkelviolette Blüte mit geradem Sporn, welche stark duftet.
Die Blüten sind essbar.Beschreibung
Botanischer Name: Viola odorata Blütenfarbe: dunkelviolett bis weiß Wuchshöhe: 5 bis 10 cm Standort: Die Pflanze kommt in lichten Laubwäldern und an Gebüschrändern vor. Blütezeit: März – Mai Wurzelsystem: Flachwurzler









































































