Die Burg Alt-Ems ist eine schmale, langgestreckte Anlage auf dem senkrecht aufsteigenden Felsrücken über dem Markt. Sie gilt mit einer Länge von etwa 800 m als ehemals längste Burganlage Vorarlbergs.

1170 befindet sie sich nachweislich in welfisch-staufischem Besitz. Auch diese Burg wird 1407 im Zuge des Appenzellerkrieges zerstört.

Ab ca. 1500 nimmt sich Graf Jakob Hannibal I. ihrer an. Er baut die Burg um und erweitert sie. Graf Kaspar von Hohenems setzt das Vorhaben ab 1566 im Stil der Renaissance fort.

Nameerstmals erwähntZustandOrt
Burg Alt-Emsvor 1149RuineHohenems
  
1179/1191staufische Burg als erbliches Lehen in welfisch-staufischem Besitz
seit 1268reichsunmittelbare Ministerialen von Ems
1407Zerstört im Appenzellerkrieg
ab 1500weitgehende Um- und Erweiterungsbauten unter Graf Hannibal I. (1530-1587) und Graf Kaspar von Hohenems (1573-1640)
seit 1566Ausbau zur Renaissancefestung
1792auf Abbruch versteigert
seit 1938verschiedene Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen

Nach Aussterben der Hohenemser geht die Burg 1765 an die Habsburger und wird 1792 versteigert und abgebrochen. Die Grundmauern der Ostwand sind als einziger Teil der ursprünglichen Burganlage aus dem 12. Jh. erhalten.

Ende der 1930er und Mitte der 1960er Jahre wird die Burg restauriert. Das Burgtor wird 1980/81 ausgegraben und konserviert.

Seit 2005 wird unter der Federführung des Verkehrsvereins Hohenems kontinuierlich restauriert.