RHEINTAL
Vorarlbergs Städte und Talschaften | Unterrichtsmaterial
| Städte: | Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Hohenems |
| Marktgemeinden: | Götzis, Hard, Lauterach, Lustenau, Rankweil, Wolfurt |
| Gemeinden: | Altach, Bildstein, Buch, Fraxern, Fußach, Gaißau, Höchst, Kennelbach, Klaus, Koblach, Langen, Laterns (Laternsertal), Mäder, Meiningen, Röthis, Schwarzach, Sulz, Übersaxen, Viktorsberg, Weiler, Zwischenwasser |
| in den Bezirken: | Bregenz, Dornbirn, Feldkirch |
| Bevölkerung: | 273.126 (2023) |
| Fläche: | 530 km2 |
| Hauptfluss: | Rhein |
| Fragen, Anregungen, Wünsche: | |
| Verwendungshinweis | Mail an Werner Geiger, BMZ |
Inhalt
| Grundlagen | Zusatzmaterial | Lernspiele | Das Rheintal im Überblick | ||
| 01. Dokumente | Arbeitsblätter | 05. 7 LearningApps | Informationen dazu finden Sie auf diesen Seiten: | ||
| 02. Bildergalerien | Landkarten | 06. Weitere Spiele | 01. Oberes Rheintal (Link zur Seite) | ||
| 03. Zusatzmaterial | Wappen | Sagen | 07. Puzzle | 02. Unteres Rheinta (Link zur Seite) | ||
| 04. Früher-heute-Vergleich | Links | 08. Alle LearningApps | 03. Laternsertal (Link zur Seite) | ||
| Medien | Videos | |||||
| Wandertagsziele | Tipp: auf der Seite suchen: strg+f | ||||
Zusatzmaterial
Videos
Region amKumma
3:21 min | 2019
Oberes Rheintal: Götzis, Koblach
Unteres Rheintal: Altach, Mäder
Götzis Imagefilm
2:45 min | 2019
Unser Götzis
15:00 min | 2020
Vorarlberg von oben, Götzis
2:55 min | 2008
Lernspiele
zu Begleittext und Bildergalerie
LearningApps
Grüne Haken entfernen: RESET-Knopf drücken (rechts oben)
Alle Rheintal-LearningApps
Grüne Haken entfernen: RESET-Knopf drücken (rechts oben)
Wissens-Datenbank
im Überblick
Das Rheintal
Städte und Talschaften Vorarlbergs
Vorarlberg-Material zum Unteren Rheintal
Im Vorarlberg.-Material Unteres Rheintal finden Sie zusätzliche Informationen zum nördlichen Teil des Rheintals.Vorarlberg-Material zum Oberen Rheintal
Im Vorarlberg-Material zum Oberen Rheintal finden Sie zusätzliche Informationen zum südlichen Teil des Rheintals.Vorarlberg-Material zum Laternsertal
Im UnterrichtsVorarlberg.-Material zum Laternsertal finden Sie zusätzliche Informationen v.a. zur Gemeinde Laterns.
Wissens-Datenbank (Unteres Rheintal)
im Überblick
Städte und Talschaften Vorarlbergs Unteres Rheintal
Inhalt 1. Übersicht 4. Gaißau | Hard | Höchst 7. Schwarzach | Wolfurt 2. Gemeinden: Altach | Bildstein | Bregenz 5. Hohenems | Kennelbach | Langen 3. Buch | Dornbirn | Fußach 6. Lauterach | Lustenau | Mäder 8. Geschichte: ab 60.000 v. Chr. Bonus-Inhalte Geschichte der Rheinregulierung Ortsporträt Altach - Übersicht
Unteres Rheintal Fast die Hälfte der Bevölkerung Vorarlbergs lebt in den Gemeinden des Unteren Rheintals. Die Unterland-Gemeinden Dornbirn, Schwarzach, Wolfurt, Bregenz, Lauterach und Hard sind praktisch zusammengewachsen. Hohenems, Lustenau und Höchst liegen nicht weit davon entfernt, sodass das ganze Unterland beinahe großstädtischen Charakter hat. Einige der größten Unternehmen des Landes haben hier ihren Sitz.
Durch die Rheinregulierung ab 1900, Trockenlegungen und andere Maßnahmen konnte das Siedlungsgebiet im gesamten Rheintal erfolgen. So konnten sich die ländlichen Gemeinden des Unteren Rheintales fast in alle Richtungen ausdehnen.Zahlen und Daten Städte: Bregenz, Dornbirn, Hohenems Marktgemeinden: Hard, Lauterach, Lustenau, Wolfurt Gemeinden: Altach, Bildstein, Buch, Fußach, Gaißau, Höchst, Kennelbach, Langen, Mäder, Schwarzach im Bezirk Bregenz: Bildstein, Buch, Bregenz, Hard, Höchst, Fußach, Gaißau, Kennelbach, Langen, Lauterach, Mäder, Schwarzach, Wolfurt im Bezirk Dornbirn: Dornbirn, Lustenau, Hohenems im Bezirk Feldkirch: Altach, Mäder Bevölkerung: 189.713 (2023) | Rheintal: 273.126 (2023) Fläche: 330 km2 | Rheintal (530 km2) Hauptfluss: Rhein - Gemeinden
Übersicht Die Gemeinden des Unteren Rheintals liegen in den Bezirken Bregenz, Dornbirn und Feldkirch:
Gemeinden Bregenz Bildstein, Bregenz, Buch, Hard, Höchst, Fußach, Gaißau, Kennelbach, Langen, Lauterach, Schwarzach, Wolfurt Dornbirn Dornbirn, Hohenems, Lustenau Feldkirch Altach, Mäder
- Altach
Übersicht Die Gemeinde Altach liegt im mittleren Rheintal zwischen Götzis und Hohenems. Der Rhein und der Alte Rhein bilden die Grenze zu den Schweizer Gemeinde Oberriet und Diepoldsau. Sie gehört wie Mäder zum Bezirk Feldkirch. Am stetigen Bevölkerungswachstum zeigt sich die Beliebtheit Altachs als Wohngemeinde. Sie ist die dichtest besiedelte Gemeinde Vorarlbergs. Altach, Götzis, Koblach und Mäder haben sich zur Region AmKumma zusammengeschlossen.
Gemeinsam mit Hohenems betreibt Altach das Erholungszentrum Rheinauen. Altach ist wie Götzis und Mäder an die Linien des Landbusses Unterland angeschlossen.Zahlen Bevölkerung 6.977 (2023) Fläche 5,36 km2 Lage 412 m ü.A. Bezirk Feldkirch Nachbargemeinden Diepoldsau (CH), Götzis, Hohenems, Mäder, Oberriet (CH) Wappen von Altach Ein blauer, in der Mitte von einem silbernen Fluss quer durchzogener Schild. Oberhalb des Flusses erscheint abgeledigt eine weißgetünchte zweifenstrige Kirche, an die rechts ein Eingangsvorbau und links ein niedriger Turm mit Satteldach und zwei Kreuzen auf der Giebellinie angebaut sind. Der Turm weist übereinander zwei Fenster auf, von denen das untere das Ausmaß einer Luke hat. Turm, Kirchenschiff und Eingangsvorbau sind rot gedeckt. Unterhalb des Flusses ist ein natürlicher Eichenzweig mit einem Blatte zwischen zwei Eicheln zu sehen. Den Schild umgibt eine ornamentierte bronzefarbene Randeinfassung.
Am 20. Februar 1929 wird Altach das Wappen verliehen.- Bildstein
Übersicht Die kleine Gemeinde Bildstein liegt auf einem Höhenzug über dem Rheintal zwischen Bregenzerach und Schwarzachtobel. Sie grenzt an Dornbirn. Sie bietet eine wunderbare Aussicht auf das Rheintal, den Bodenseeraum und bis zu den schneebedeckten Schweizer Alpen.
Das Wahrzeichen des Ortes stellt die im 17. Jh. errichtete barocke Wallfahrtskirche dar. Die Ortsteile und Weiler der Gemeinde liegen weit verstreut. 34 km gekennzeichnete Wanderwege laden zum Wandern ein. Die Haupt-Zufahrtsstraße nach Bildstein führt über Wolfurt.Zahlen Bevölkerung 813 (2023) Fläche 9,14 km2 Lage 656 m ü.A. Bezirk Bregenz Nachbargemeinden Alberschwende, Buch, Dornbirn, Schwarzach, Wolfurt Wappen von Bildstein In silbernem Schild über grünem Dreiberg ein rotes eingekerbtes Tatzenkreuz.
Bildstein wird am 23. September 1969 das Wappen verliehen.- Bregenz
Übersicht Bregenz ist Landeshauptstadt und liegt am östlichen Ufer des Bodensees am Fuße des Pfänders. Dies ist seit jeher ein strategisch günstiger Siedlungsplatz. Bregenz ist ein wirtschaftlich, kulturell und verkehrsgeographisch bedeutungsvoller Ort im Bodenseeraum. Charakteristisch sind die Altstadt, die Oberstadt, mit dem Wahrzeichen Martinsturm. Im Sommer prägen die Bregenzer Festspiele mit dem „Spiel auf dem See“ das Stadtleben.
Bregenz war ursprünglich keltische Siedlung, dann römische Militärstadt Brigantium, wurde später vom germanischen Alemannenstamm besiedelt und im 16. Jhd. von den Habsburgern erworben. Seit Vorarlberg 1918 die politische Selbständigkeit errang, ist Bregenz Sitz der Landesregierung, des Landtags.Unterrichtsmaterial Vorarlberg Weitere Informationen finden Sie beim Vorarlberg-Material unter Landeshautstadt Bregenz.
Zahlen Bevölkerung 29.383 (2023) Fläche 29,5 km2 Lage 400 m ü.A. Bezirk Bregenz Nachbargemeinden Buch, Hard, Hörbranz, Kennelbach, Langen, Lauterach, Lindau (D), Lochau Wappen von Bregenz Ein Schild von Kürsch, der von einem silbernen Pfahle durchzogen wird, in dem drei Hermelinschwänzchen übereinander erscheinen. Auf dem Hauptrand des Schildes ruht eine silberne Mauerkrone mit fünf sichtbaren Zinnen.
Am 24. Februar 1529 verleiht Ferdinand I. Bregenz das Wappen.
- Buch
Übersicht Die kleine Gemeinde Buch liegt oberhalb von Wolfurt am Eingang zum Bregenzerwald. Südlich des Gemeindezentrums liegt der Schneiderkopf, wo im Winter zwei Schilifte betrieben werden. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf 18 Parzellen. Vom Bucher Dorfzentrum kann man die Aussicht zum Bodensee und in den Bregenzerwald genießen.
Seit dem zweiten Weltkrieg hat sich Buch von einem Bauerndorf zu einer Wohn- und Pendlergemeinde entwickelt. Die Arbeitsplätze innerhalb der Gemeinde liegen v.a. im Bereich der Land- und Forstwirtschaft.Zahlen Bevölkerung 590 (2023) Fläche 6,15 km2 Lage 725 m ü.A. Bezirk Bregenz Nachbargemeinden Alberschwende, Bildstein, Bregenz, Kennelbach, Langen, Wolfurt Wappen von Buch In Grün ein silberner Buchenzweig mit einem Blatt und zwei goldenen geöffneten Bucheckern mit silbernem Kern.
Die Wappenurkunde ist auf den 3. Juni 1970 ausgestellt.- Dornbirn
Übersicht An der Ostflanke des Rheintales liegt Dornbirn, die größte, einwohnerreichste und zweitjüngste Stadt des Landes. Aufgrund ihrer lockeren Siedlungsweise trägt sie den Namen Gartenstadt, dank der seit 1949 regelmäßig stattfindenden Messeveranstaltungen auch Messestadt.
Dornbirn war das Textilzentrum Vorarlbergs. Heute ist Dornbirn eine Wirtschaftsstadt, die hohe Lebensqualität bietet.Unterrichtsmaterial Vorarlberg Weitere Informationen finden Sie beim Vorarlberg-Material unter Stadt Dornbirn.
Zahlen Bevölkerung 51.607 (2023) Fläche 120,93 km2 Lage 437 m ü.A. Bezirk Dornbirn Nachbargemeinden Alberschwende, Bildstein, Damüls, Fraxern, Hohenems, Laterns, Lauterach, Lustenau, Mellau, Reuthe, Schwarach, Schwarzenberg, Viktorsberg, Wolfurt, Zwischenwasser Wappen von Dornbirn In einem ovalen, roten, von einem silbernen Querbalken durchzogenen Schilde ein grüner befruchteter Birnbaum, aus grünem Boden erwachsend. Den Schild umgibt eine goldene Arabeskeneinfassung.
Die Verleihung des Wappens an Dornbirn erfolgte am 23. September 1655 durch Ferdinand Karl von Österreich.- Fußach
Übersicht Die Gemeinde Fußach liegt am Bodensee. Fußach, Gaißau und Höchst werden als Rheindeltagemeinden bezeichnet. Seit dem Rheindurchstich im Jahre 1900 liegt Fußach am Rhein. Im Bereich des Bodenseeufers gehört ein Teil des Naturschutzgebiets Rheindelta zum Fußacher Gemeindegebiet.
Fußach war um 1100 mit seinem Bodenseehafen ein wichtiger Umschlagsplatz auf der Route Lindau - Mailand. Auf Burg Fußach starb der letzte Graf von Montfort-Feldkirch.Zahlen Bevölkerung 3.947 (2023) Fläche 11,50 km2 Lage 399 m ü.A. Bezirk Bregenz Nachbargemeinden Hard, Höchst, Lauterach, Lustenau Wappen von Fußach In Rot auf blauem gewelltem Schildfuß ein weißes Segelschiff mit schwarzem Ruder und Mast und einem weiß-blau-weißen Wimpel.
Die Verleihung des Wappens an Fußach erfolgte am 21. November 1967.
- Gaißau
Übersicht Die Rheindelta-Gemeinde Gaißau liegt am Alten Rhein und am Bodensee. Der Alte Rhein bildet zwischen Höchst und Gaißau die Staatsgrenze zur Schweiz. Das Naturschutzgebiet Rheindelta erstreckt sich zwischen Hard und Gaißau entlang des Bodenseeufers.
Die ländliche Gemeinde ist geprägt von stetem Bevölkerungswachstum.Zahlen Bevölkerung 1.917 (2023) Fläche 5,32 km2 Lage 400 m ü.A. Bezirk Bregenz Nachbargemeinden Höchst, Rheineck (CH), St. Margrethen (CH), Thal (CH) Wappen von Gaißau Ein im Schildfuß durch Wellenlinie geteilter grün-silberner Schild enthält oben einen nach rechts aufsteigenden goldenen Geißbock, unten einen nach rechts gewendeten roten Fisch.
Die Verleihungsurkunde ist auf den 19. November 1968 ausgestellt.- Hard
Übersicht Die Marktgemeinde Hard liegt am Bodensee. Die Bregenzerach bildet die natürliche Grenze zur Stadt Bregenz. Der Rhein mündet bei Hard in den Bodensee. Hard ist bezogen auf die Bevölkerung die siebtgrößte Gemeinde des Landes. Zahlreiche Betriebe, die wie der Kunststoffverarbeiter Alpla viele Arbeitsplätze bieten, sind in Hard angesiedelt.
Das Bodenseeufer ist nahezu unverbaut. Dies bietet eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten. Westlich des Rheins ist der Uferbereich Teil des Naturschutzgebietes Rheindelta.Zahlen Bevölkerung 13.766 (2023) Fläche 17,46 km2 Lage 398 m ü.A. Bezirk Bregenz Nachbargemeinden Bregenz, Fußach, Lauterach Wappen von Hard Ein goldener, durch eine eingebogene blaue Spitze geteilter Schild. In den beiden goldenen Feldungen wächst aus grünem Rasenboden je ein natürlicher bezapfter Tannenbaum empor. Die Spitze erfüllt im Schildfuße ein natürliches gewelltes Gewässer, auf welchem ein Schiff, wie solche unter dem Namen Lädi auf dem Bodensee gebräuchlich sind, in seiner natürlichen Form und Farbe schwimmt. Sein Mast trägt ein weißes, von einem blauen Streifen pfahlweise durchzogenes viereckiges Segel, über welchem eine Flagge flattert, die in silberfarbenem Felde ein rotes goldbefranstes Kirchenbanner zeigt. Das Steuer ist an der linken Seite des rückwärtigen Schiffendes angebracht. Den Schild umgibt eine ornamentale bronzefarbene Randeinfassung.
Am 9. August 1905 verlieh Kaiser Franz Joseph I. das Wappen an Hard.- Höchst
Übersicht Die Gemeinde Höchst zählt wie Gaißau und Fußach zu den Rheindeltagemeinden. Sie liegt am Bodensee, zwischen Rhein und Altem Rhein. Dieser bildet die natürliche Grenze zur Schweiz. Mehr als die Hälfte der Gemeindefläche wird landwirtschaftlich genutzt. Das Bodenseeufer ist Teil des Naturschutzgebiets Rheindelta.
Neben den Beschlägeherstellern Blum und Grass bieten zahlreiche Klein- und Mittelbetriebe Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen an. Der Turm der neubarocken Pfarrkirche ist mit 76 m der höchste des Landes.Zahlen Bevölkerung 8.317 (2023) Fläche 20,16 km2 Lage 403 m ü.A. Bezirk Bregenz Nachbargemeinden Fußach, Gaißau, Lustenau, St. Margrethen (CH) Wappen von Höchst In einem silbernen Schild ein roter Sparren.
Am 15. März 1960 wird Höchst die Wappenurkunde verliehen.
- Hohenems
Übersicht Hohenems ist die jüngste Stadt Vorarlbergs. Das Recht zur Stadtgründung erhielt sie bereits 1333. 1983 erfolgt die Stadterhebung. Hohenems liegt am östlichen Talrand des unteren Rheintales zwischen dem Alten Rhein und den Hanglagen der Randberge.
Bis Hohenems 1765 an Österreich verkauft wird, regieren hier die Hohenemser Grafen. Diese bauen die Burgen Altems, Schloss Glopper und den Renaissance-Palast am Schlossplatz.Unterrichtsmaterial Vorarlberg Weitere Informationen finden Sie beim Vorarlberg-Material unter Stadt Hohenems.
Zahlen Bevölkerung 17.390 (2023) Fläche 29,17 km2 Lage 437 m ü.A. Bregenz Dornbirn Nachbargemeinden Altach, Diepoldsau (CH), Dornbirn, Fraxern, Götzis, Lustenau Wappen von Hohenems in einem blauen Schilde erscheint abgeledigt ein aufgerichteter, goldener, schwarz gewaffneter und rot bezungter Steinbock. Den Schild umgibt eine ornamentierte bronzefarbige Randeinfassung.
Die Verleihung des Wappens an Hohenems erfolgte am 29. September 1928.- Kennelbach
Übersicht Die Gemeinde Kennelbach liegt unterhalb des Kanzelfelsens des Gebhardsbergs südlich von Bregenz. Die Bregenzerach bildet die Grenze zu Wolfurt. Die Geschichte des Dorfes wurde geprägt durch die Fa. Schindler. Im Wirtschafts- und Gewerbepark Schindler finden viele Menschen Arbeit. Das Rathaus befindet sich in der ehemaligen Schindler-Villa Grünau.
1911 löste sich Kennelbach von Rieden und wurde eine selbständige Gemeinde.Zahlen Bevölkerung 1.864 (2023) Fläche 3,20 km2 Lage 457 m ü.A. Bezirk Bregenz Nachbargemeinden Bregenz, Buch, Lauerach, Wolfurt Wappen von Kennelbach Ein von Silber und blau gespaltener Schild. In dem rechten Felde erscheint abgeledigt ein vorwärts gewandter, brauner Hirschkopf mit einem zwölfendigen Geweih und nach links gerichtetem abgeschnittenem Halsansatz. Zwischen dem Geweih erscheint freischwebend die auf einer Wolke thronende Gestalt der Muttergottes mit gefalteten Händen, von denen ein goldener Rosenkranz herabhängt. Die Gestalt ist mit einem langen weißen Gewande und einem wallenden blauen Mantel bekleidet; ihr Haupt ist von einem goldenen Strahlenkranze umgeben. Das linke Feld wird von einem schräglinken silbernem Wellenbalken durchzogen.
Die Wappenurkunde ist auf den 29. Juli 1927 ausgestellt.- Langen
Übersicht Die Streusiedlungen und Weiler der Gemeinde Langen liegen am Südhang des Pfänderstockes, am Abhang des Hirschbergs und am Eingang zum Bregenzerwald. Sie hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg zu einer beliebten Wohngemeinde entwickelt.
Langen grenzt an die Gemeinde Scheidegg und somit an die Bundesrepublik Deutschland.Zahlen Bevölkerung 1.515 (2023) Fläche 21,88 km2 Lage 657 m ü.A. Bezirk Bregenz Nachbargemeinden Alberschwende, Bregenz, Buch, Doren, Eichenberg, Lochau, Möggers, Scheidegg (D), Sulzberg Wappen von Langen In einem schräggeteilten Schild im silbernen Feld ein rotes Ahornblatt, das untere Feld in Grün.
Am 1. April 1970 verlieh die Vorarlberger Landesregierung das Wappen an Langen.
- Lauterach
Übersicht Die Marktgemeinde Lauterach liegt zwischen den Städten Bregenz und Dornbirn sowie den Marktgemeinden Hard, Lustenau und Wolfurt. Bezogen auf die Bevölkerung ist Lauterach die zehntgrößte Gemeinde des Landes. Viele Menschen finden hier Arbeit. Ein Teil des bäuerlichen Siedlungskerns ist mit einigen Rheintalhäusern erhalten geblieben.
Das Lauteracher Ried repräsentiert auf einer Fläche von 800 ha ein Spätstadium eines Flach- und Überschwemmungsmoores. Lauterach liegt an der Strecke der Vorarlbergbahn und an der Rheintalautobahn.Zahlen Bevölkerung 10.480 (2023) Fläche 11.92 km2 Lage 412 m ü.A. Bezirk Bregenz Nachbargemeinden Bregenz, Dornbirn, Fußach, Hard, Kennelbach, Lustenau, Wolfurt Wappen von Lauterach Ein blauer, von einer schmalen goldenen Randeinfassung umgebener Schild, vom rechten Ober- zum linken Untereck von einem gewellten silberfarbenen Flusse durchzogen, der auf jeder Seite von einer abgeledigten, nach rechts schwimmenden Ente mit goldenem Schnabel und ebensolchen Füßen begleitet wird.
Lauterach wurde das Wappen am 24. März 1924 durch die Bundesregierung verliehen.- Lustenau
Übersicht Die Marktgemeinde Lustenau grenzt im Bereich des Rheins an die Schweiz. Das weitläufige Siedlungsgebiet liegt am östlichen Rheinufer. Trotz der zentralen Lage war Lustenau Jahrhunderte lang relativ isoliert. So konnte sich der typische Lustenauer Dialekt entwickeln. Bis in die 80er Jahre des 20. Jh. war Lustenau Zentrum der Vorarlberger Stickerei. Stickereihäuser prägen noch heute das Siedlungsbild Lustenaus.
Bevölkerungsmäßig ist die die größte Marktgemeinde Österreichs.Zahlen Bevölkerung 23.996 (2023) Fläche 22,26 km2 Lage 405 m ü.A. Bezirk Lustenau Nachbargemeinden Au (CH), Diepoldsau (CH), Dornbirn, Fußach, Höchst, Hohenems, Lauterach, Widnau (CH) Wappen von Lustenau Im roten, im Fuß von einem natürlichen Rasenboden durchzogenen Schilde ein goldener gekrönter steigend einwärts gekehrter nach vorne sehender Löwe, der in seinen Vorderpranken einen silbernen auf dem Rasenboden aufstehenden Schild hält, in welchem fächerartig durch ein flatterndes rotes Band verbunden drei natürliche begrante Getreideähren erscheinen.
Lustenau wurde das Wappen am 14. Jänner 1902 von Kaiser Franz Joseph I. verliehen.- Mäder
Übersicht Die Unterland-Gemeinde Mäder gehört wie Altach zum Bezirk Feldkirch. Sie ist Teil der Region AmKumma. Der Rhein bildet die natürliche Grenze zur Schweiz. Bevor Mäder 1513 an Österreich ging, gehörte es zum Reichshof Kriessern.
Die Rheinregulierung war für die Entwicklung von Mäder zu einer sehr beliebte Wohngemeinde mitentscheidend. Bezogen auf die Bevölkerungsdichte liegt Mäder mit mehr als 1.200 Personen pro km2 nach Altach vorarlbergweit an der zweiten Stelle.Zahlen Bevölkerung 4.195 (2023) Fläche 3,39 km2 Lage 414 m ü.A. Bezirk Feldkirch Nachbargemeinden Altach, Götzis, Koblach, Oberriet (CH) Wappen von Mäder Ein erhöht von Grün über Silber geteilter Schild. Im oberen Felde wachsen aus der Teilungslinie drei goldene Ähren hervor, die mittlere etwas höher als die beiden anderen. Das untere Feld wird durch einen gewellten blauen Balken durchzogen, unter dem zwei rote Kirschen an einem Zweig zu sehen sind. Den Schild umgibt eine bronzefarbene ornamentierte Randeinfassung.
Die Wappenurkunde ist auf den 8. Februar 1929 ausgestellt.
- Schwarzach
Übersicht Die Gemeinde Schwarzach liegt eingebettet zwischen Bildstein, Dornbirn und Wolfurt. Seit 2010 verfügt Schwarzach über ein preisgekröntes Dorfzentrum. Die zentrale Lage und das Vorhandensein zahlreicher Klein- und Mittelbetriebe machten Schwarzach zu einer beliebten Wohngemeinde.
Der Bau des Achraintunnels und der Verbindungsstrecke zur Rheintalautobahn hat das Verkehrsaufkommen im Zentrum stark reduziert. Bis dahin führte die Landesstraße durch das Gemeindezentrum über das Schwarzachtobel nach Alberschwende.Zahlen Bevölkerung 3.860 (2023) Fläche 4,91 km2 Lage 434 m ü.A. Bezirk Bregenz Nachbargemeinden Bildstein, Dornbirn, Wolfurt Wappen von Schwarzach Ein silberner Schild, der von einem gewellten schwarzen Pfahle durchzogen wird, in dem drei nach links gewendete silberne Barsche übereinander erscheinen. Den Schild umgibt eine ornamentierte bronzefarbene Randeinfassung.
Die Verleihung des Wappens erfolgte am 20. Oktober 1928.- Wolfurt
Übersicht Die Marktgemeinde Wolfurt liegt am Ostrand des Rheintals zwischen Bregenzerach und Schwarzach (Bach). Die zentrale Lage und die Nähe zu den Städten Bregenz und Dornbirn ermöglichte seit den 50er Jahren starke wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum. Das Wahrzeichen ist Schloss Wolfurt, das die Gemeinde 2017 erwarb.
Neben dem Weltmarktführer Doppelmayr bieten zahlreiche Klein- und Mittelbetriebe viele Arbeitsplätze an. Der Güterbahnhof Wolfurt ist ein für Westösterreich zentraler Warenumschlagsplatz. Wolfurt liegt an der Linie der Vorarlbergbahn und an der Rheintalautobahn.Zahlen Bevölkerung 8.841 (2023) Fläche 10,0 km2 Lage 434 m ü.A. Bezirk Bregenz Nachbargemeinden Bildstein, Buch, Dornbirn, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach Wappen von Wolfurt In einem Wellenschnitte schräglinks von Gold über Blau geteilten Schilde, dessen linker Teil von zwei schräglinken silbernen Wellenbalken durchzogen wird, erscheint abgeledigt ein aufgerichteter brauner, golden gekrönter und rot bezungter Wolf. Den Schild umgibt eine ornamentierte bronzefarbene Randeinfassung.
Die Verleihung des Wappens an Wolfurt durch die Vorarlberger Landesregierung erfolgte am 6. Oktober 1928.
Geschichte (Unteres Rheintal)
im Überblick
Geschichte des Unteren Rheintals
- Ur- und Frühgeschichte
Urgeschichte | Gletscher Das Rheintal war mit Gletschern bedeckt. Durch das Abschmelzen wird der Bodensee gebildet, der das gesamte Tal ausfüllt. Durch Geschiebe, das die Flüsse mitgebracht haben, wird der See zurückgedrängt.
60.000 v. Chr. | Jäger und Sammler Die ersten Menschen im Rheintalgebiet traten als Jäger und Sammler nachweislich in der letzten Zwischeneiszeit auf.
um 2000 v. Chr. | Inselberge bei Koblach Die Inselberge bei Koblach waren bevorzugte Siedlungsplätze. Sie boten Schutz vor Überschwemmungen und vor Angriffen von Mensch und Tier. Das Rheintal war stark versumpft. Eine jungsteinzeitliche Doritsteinaxt, die in Lustenau gefunden wurde, stammt aus dieser Zeit.
um 1500 v. Chr. | Bronzezeit Funde belegen eine Siedlung der frühen Bronzezeit an der Kennelbacher Straße bei Bregenz.
um 1000 v. Chr. | Bronzezeit In Lustenau wird ein bronzenes Nadelbruchstück gefunden, das aus der Bronzezeit stammt. Am Ölrain in Bregenz stand Funden zufolge eine Siedlung der späten Bronzezeit.
400 v. Chr. | Kelten und Räter Die keltische Latènekultur entfaltete sich. Von dieser Zeit an bewohnten den Norden unseres Landes die Kelten (Hauptort Bregenz), den Süden die Räter (Hauptort Rankweil).
um 30 v. Chr. | Bregenz Bregenz wird erstmals schriftlich erwähnt und als "Brigantion" bezeichnet.
15 v. Chr. | Römer Die Römer unter Tiberius und Drusus erobern das Gebiet im Bodenseeraum.
- 0
50 | Stadt Bregenz Bregenz erhält das Stadtrecht - wahrscheinlich von Kaiser Claudius.
- 300
4. Jh. | Höchst Die Brückensiedlung Höchst wurde als „Ad Renum“, am Rhein liegend, auf einer Straßenkarte festgehalten.
Mitte des 5. Jh. | Alemannenansiedlung Nach anfänglichen Einfällen in römisches Gebiet drängten die Alemannen von Norden kommend in die Gegend südlich des Bodensees und ließen sich bis etwa 650 dauerhaft zwischen Bodensee und Kummenberg nieder.
- 600
600 - 612 | Kolumban und Gallus Die irischen Wandermönche Kolumban und Gallus lassen sich in Bregenz nieder und missionieren am Bodensee.
- 800
802 | Udalrichinger Burg Bregenz in der Oberstadt wird als Sitz der Udalrichinger erwähnt.
840 | Fußach Der Name Fußach wird erstmals schriftlich erwähnt und als "Fossonas" bezeichnet. 1090 wird es urkundlich "Villa Fozzaha" oder "Fuozza" genannt.
853 | Lauterach Lauterach wird erstmals schriftlich als "Lutaraha" erwähnt.
881 | Gaißau, Fußach, Höchst Die Markgenossenschaft des Vorarlberger Rheindeltas wurde mit Walzenhausen als Mark der Höchster, „Hostetharro marcho“, bezeichnet.
887 | Lustenau Lustenau wird erstmals urkundlich erwähnt und als "Lustenouua“ bezeichnet.
895 | Dornbirn In einer Urkunde des Klosters St. Gallen wird Dornbirn erstmals erwähnt und als Torrinpuirron bezeichnet.
- 900
um 900 | Burg in Hohenems Auf dem Hohenemser Schlossberg dürfte eine Fliehburg gestanden sein.
980 | Höchst Höchst wird urkundlich erwähnt und von Kaiser Otto II. mit St. Margrethen als „den Dörfern Höchst an beiden Ufern“ bezeichnet.
- 1000
1097 | Kloster Mehrerau Das bedeutendste Kloster in Vorarlberg ist das alte Benediktinerkloster Mehrerau. Es wird als Hauskloster der Grafen von Bregenz gegründet. Die Mönche leisteten beachtliche Rodungs-, Kultivierungs-, Bildungs- und Seelsorgearbeiten.
- 1100
um 1150 | Udalrichinger Die Hauptlinie der Udalrichinger stirbt aus. Bregenz fällt an die Nebenlinie der Pfullendorfer und später an Pfalzgraf Hugo von Tübingen. Graf Hugo I. von Montfort, der Sohn des Pfalzgrafen Hugo von Tübingen, gründet die Stadt im Bereich der Oberstadt um 1200.
1167 | Kapelle in Wolfurt Die Kapelle St. Nikolaus in Wolfurt wird erstmals urkundlich erwähnt.
- 1200
1209 | Burg Bregenz Die Burg auf dem Gebhardsberg wird erstmals urkundlich erwähnt.
1226 | Wolfurt Der Name Wolfurt wird erstmals schriftlich als der eines einflussreichen Rittergeschlechts erwähnt.
1227 | Kapelle in Lauterach In Lauterach hat urkundlich bestätigt eine Kapelle gestanden.
1249 | Altach Altach wird erstmals urkundlich erwähnt.
1249 | Hard Hard wird erstmals urkundlich erwähnt.
1249 | Schwarzach Schwarzach wird erstmals urkundlich erwähnt und als "Swarzahe" bezeichnet.
1255 | Stadt Bregenz Bregenz wird schriftlich als Stadt erwähnt.
1256 | Mäder Mäder wird erstmals schriftlich erwähnt und als "In den mederen" bezeichnet.
1260 | Kennelbach Kennelbach wird erstmals urkundlich erwähnt und als "Chanalbach" bezeichnet.
1263 |Pfarre Höchst Vermutlich wird Höchst zur Pfarre und gehört kirchlich zu St. Gallen.
- 1300
1333 | Hohenems Ems erhält alle Rechte und Freiheiten einer Stadt, nimmt sie aber nicht in Anspruch.
1335 | Buch Buch wird erstmals urkundlich erwähnt und als „Garmansbuoch“ bezeichnet.
1338 | Grafschaft Bregenz Die Bregenzer Linie der Montforter stirbt aus.
1343 | Schloss Glopper In Hohenems wird Schloss Glopper als Burg Neu-Ems erbaut.
1351 | Kapelle in Hohenens In Hohenems steht eine der Hl. Katharina geweihte Kapelle. An ihrer Stelle entsteht 1576-1580 die Pfarrkirche Hl. Karl Borromäus.
1370 | Wolfurter Rittergeschlecht Das Wolfurter Rittergeschlecht erlebt seine Hochblüte. Sie besitzen mehrere Burgen im Bodenseeraum und sind im Rang von Äbten und Äbtissinnen.
1395 | Verpfändung Lustenaus Die Werdenberger verpfänden den Reichshof Lustenau mit der in dessen Gebiet liegenden Festung Zwingenstein an Ritter Ulrich II. von Ems. 1526 kauften die Emser Lustenau.
1379 | Bildstein Bildstein wird erstmals urkundlich erwähnt und als „Bilstains Guot zem Bilstain“ bezeichnet.
- 1400
15. Jh. | Botenanstalt Die Fußacher Botenanstalt "Spehler & Vis" transportierte Waren und Personen vom Bodensee nach Mailand. 1823 wurde sie zur Spedition "Gebrüder Weiss".
Beginn des 15. Jh. | Kapelle in Langen In Langen soll eine Kapelle gestanden haben. 1486 wurde eine Kaplanei gegründet.
1405 | Kapelle in Höchst In Höchst stand ein urkundlich bestätigte Kapelle.
1405 | Bund ob dem See Feldkirch, Bludenz, Fußach, Höchst, Lustenau, Rankweil, das Montafon und der Walgau schließen sich dem Bund ob dem See an. Es folgen Burgenbruch und die Vertreibung des einheimischen Adels. Hard wird dabei ein Opfer des Feuers.
1406 bis 1408 | Appenzeller Die Appenzellern zerstören Ems, Lauterach und die Bregenzer Vorstadt und plündern das Kloster Mehrerau.
In Hohenems werden 1407 die Burgen Alt- und Neu-Ems zerstört.
Ein Jahr später verliert der Bund ob dem See mit Appenzell vor Bregenz gegen Habsburg. Im Konstanzer Frieden wird der Bund ob dem See aufgelöst.1422 | Kloster in Kennelbach Das Dominikanerinnenkloster, das am Hirschberg (Langen) abgebrannt ist, wird nach Kennelbach verlegt. Die Klosterkirche wird später zur Pfarrkirche.
1430 | Kapelle Hard Elisabeth von Montfort stiftet eine Kapelle in Hard.
1445 - 1446 | Zürichkrieg Österreich kämpft mit der Stadt Zürich im Alten Zürichkrieg gegen die Eidgenossen. Im Zuge dessen fallen diese in Altenstadt, Rankweil, Lustenau und Fußach ein, brandschatzen in Dornbirn, Wolfurt und Lauterach und zerstören Teile von Bregenz. In der Schlacht bei Ragaz im Sarganserland 1446 verlieren Zürich und Österreich die Schlacht und dabei zahlreiche Vorarlberger Kämpfer ihr Leben.
1451 | 1523 | Bregenz an Österreich Die Habsburger erwerben Bregenz in zwei Teilen.
1460 | Burg Fußach Die Burg zu Fußach wird im Appenzellerkrieg zerstört. 1799 werden die Reste zum Bau von Häusern verwendet.
1468 | Kapelle in Schwarzach Wo sich jetzt in Schwarzach der Friedhof befindet, wird eine Kapelle errichtet.
1484 | Kapelle in Buch In Buch wird eine Kapelle errichtet.
um 1498 | Pfarre Hohenems Hohenems wird eine selbständige Pfarre.
1498 | 1499 | Hexenprozess Das erste Opfer eines Hexenprozesses auf Vorarlberger Boden, die Mutter des Hofhistographen Mennel, gibt es in Bregenz zu beklagen. Mehr als 150 Jahre werden Hexenprozesse durchgeführt.
1499 | Schwabenkrieg - Schlacht von Hard Die größte Auseinandersetzung zwischen den Eidgenossen und den Habsburgern war die Schlacht bei Hard am 20. Februar, bei der etwa 3.000 Kaiserliche den Tod fanden. Die Eidgenossen siegten. Erst nach der Brandschatzung von Dornbirn und des Bregenzerwaldes zogen sie ab.
- 1500
um 1500 | Dornbirn Dornbirn wird in vier Viertel eingeteilt.
Beginn der Neuzeit | Einteilung der Herrschaften Die Vorarlberger Herrschaften wurden in die drei Städte und 21 Gerichte eingeteilt. Sie bildeten die Vorarlberger Landstände, die österrisch-habsburgischen Gebiete.
Daneben bestanden die reichsunmittelbaren Gebiete: Probstei St. Gerold, Reichshof Lustenau, die Grafschaft Hohenems und die Herrschaft Blumenegg, die in der Karte weiß eingezeichnet sind.1512 | Pfarre Wolfurt Wolfurt löst sich mit Buch, Bildstein und Schwarzach von Bregenz St. Gallus und wird eigene Pfarre.
ab 1550 | Pest Die Pest wütet im Unteren Rheintal.
1560 - 1570 | Mittelweiherburg Das Wasserschlösschen Mittelweiherburg wird in Hard im Quellgebiet des Dorfbaches errichtet.
1563 | Palast Hohenems Kardinal Markus Sittikus beginnt mit dem Bau des Palastes am Fuße des Hohenemser Schlossberges.
1565 | Pfarre Langen Langen löst sich kirchlich von Bregenz und wird eine eigene Pfarre.
1591 | Kirche Altach Erstmals wird eine Kirche im Altacher Unterdorf erwähnt.
1596 | Kapelle in Mäder Es wird von einer Kapelle, die in Mäder stand, berichtet.
- 1600
um 1600 | Wein In Wolfurt und in Kennelbach wird Wein angebaut.
17. Jh. | Jüdische Gemeinde Jüdische Familien ließen sich in Hohenems nieder. Sie bildeten eine größere jüdische Gemeinde, die bis zum 2. Weltkrieg bestand. Aus ihr gingen bedeutende Persönlichkeiten wie Stefan Zweig hervor.
1617 | Jüdisches Leben Jüdische Familien erhalten die Siedlungsberechtigung in Ems. Der jüdische Friedhof wird errichtet.
1618 | Pfarre Lauterach Lauterach trennt sich von Bregenz und wird eine selbständige Pfarre.
1618 - 1648 | Dreißigjähriger Krieg 1629 | Marienerscheinung Zwei Bauernsöhne aus Bildstein berichten über eine Marienerscheinung. Bildstein wurde zu einem Wallfahrtsort.
1621 | Kapelle Gaißau Eine Kapelle in Gaißau wird schriftlich erwähnt.
1646 | Pfarre Hard Hard löst sich von Bregenz und wird eigene Pfarre.
1647 | Schweden Kurz vor dem Ende des 30-jährigen Krieges wurde auch Bregenz von den Schweden erobert. Durch Umgehung der Klause über den Pfänder konnten sie Burg Bregenz einnehmen. Die Schweden plünderten zwei Monate lang das ganze Land und sprengten bei ihrem Abzug Burg Bregenz in die Luft.
1650 | Reichsgrafen Die Edlen von Ems werden in den Reichsgrafenstand erhoben.
1650 | Rittergeschlecht Wolfurt Das Rittergeschlecht Wolfurt stirbt aus.
1650 bzw. 1654 | Pfarre Mäder Mäder wird selbständige Pfarre.
1656 1657 | 1677 | Hexenprozess Der letzte Hexenprozess des Habsburger Reich in Bregenz endete für drei Angeklagte aus dem Gericht Hofsteig mit einem Freispruch. In der nicht zu Österreich gehörenden Grafschaft Hohenems sowie im Reichhof Lustenau wurden 1677 die letzten sechs Todesurteile auf Vorarlberger Boden gefällt.
1663 | 1676 | Kirchen in Bildstein und Buch In Bildstein und in Buch wird eine Kirche gebaut.
- 1700
bis 18. Jh. | Fischerei Fischerei und Viehzucht bildeten die Haupterwerbsquellen in der Höchster Gegend.
18. Jh. | Feuchtgebiete Erst im 18. Jahrhundert begann man die Feuchtgebiete des Rheintals landwirtschaftlich zu nutzen: vorerst als Weideland, später auch als Futterwiesen und Ackerland.
1726 | Verwaltungszentrum Bregenz Bregenz wird durch die Schaffung des Direktoriums, eines Oberamtes, Verwaltungszentrum des Landes.
1750 | Handstickerei Es wird mit Handstickerei begonnen.
1753 | Torfstechen In Lauterach wird erstmals Torf gestochen.
1755 | 1779 | Nibelungenlied In der Hohenemser Schlossbibliothek wurden zwei Handschriften des Nibelungenliedes gefunden, des wohl berühmtesten Helden- und Liebesliedes aus dem Mittelalter. Zuerst wurde die Handschrift C des Nibelungenliedes in der Bibliothek des Palastes gefunden, Jahre später die Handschrift A.
1760 | Pfarre Buch Buch löst sich von Wolfurt und wird selbständige Pfarre.
1765 | Hohenems an Österreich Österreich erwirbt die Reichsgrafschaft Hohenems.
1765 | 1766 | Salzstraße Kaiserin Maria Theresia lässt eine Straße von Weiler im Allgäu nach Bregenz errichten. Diese führt durch Langen und ist Teil der Salzstraße vom Solbad Hall.
1770 | Weberei Die k.k. Cottonweberei in Bregenz beginnt mit der Weberei.
1771 | Loskauf Dornbirns Unter Ammann Johann Kaspar Rhomberg erfolgt der endgültige „Loskauf von Ems“ durch Dornbirn.
1773 | Textilindustrie Adam Ulmer, Dominikus Rüf, Josef Winder und Josef Anton Herrburger gründen eigene Textilfirmen in Dornbirn. Weitere werden folgen.
1792 | Pfarre Bildstein Bildstein löst sich von Wolfurt und wird eine eigene Pfarre.
1796 | Kloster Kennelbach Das Dominikanerinnenkloster Hirschtal in Kennelbach brennt nieder. Es zieht nach Bregenz-Thalbach um.
- 1800
1806 - 1814 | Bayernherrschaft Die Bayern herrschen über Vorarlberg. die 24 Gerichte werden aufgelöst und sechs neue Landgerichte geschaffen. Mit der Schaffung der Gemeinden werden Verwaltung und Gesetzgebung getrennt.
1807 | Pfarre Gaißau Gaißau löst sich kirchlich von Höchst und wird selbständige Pfarre.
1814 | Lustenau Österreich besetzte Hohenems und Lustenau, das Bayern noch für sich beansprucht wurde. Lustenau wird österreichisch.
1817 - 1987 | Rheinnot 1817, 1888, 1927, 1954 und 1987 ereignen sich verheerende Hochwasserkatastrophen durch Überschwemmungen des Rheins, die als Rheinnot bezeichnet werden. Einzelnen Gemeinden wurden auch in anderen Jahren vom Hochwasser Schaden zugefügt.
1824 | Pfarre Schwarzach Schwarzach löst sich von Wolfurt und gründet eine selbständige Pfarre.
1825 | Pfarre Altach Altach wird eigene Pfarre.
1836 | Zollamt Gaißau Die Entwicklung von Gaißau wird durch die Errichtung eines Hilfszollamtes gefördert.
1838 | Jenny und Schindler Jenny und Schindler gründen eine Textilfabrik in Kennelbach. Wolfurt hatte zuvor abgelehnt. Sie wird die größte Baumwollspinnerei der Monarchie. Es folgt eine Einwanderungswelle aus dem Südtirol und dem Trentino.
1838 | Schwarzachtobelstraße Die Schwarzachtobelstraße von Schwarzach nach Alberschwende wird eröffnet.
- 1850
1850 bis 1870 | Auswanderung Einige tausend Vorarlbergerinnen und Vorarlberger wandern nach Amerika aus. Aus Wolfurt waren es etwa 120. Aus Hard zogen viele z.B. nach Cleveland. Zahlreiche Sticker zogen in die New Yorker Gegend.
1854 | Kloster Mehrerau 1806 wurde das Benediktinerkloster Mehrerau durch die Bayern aufgehoben. Es wird von Zisterziensern neu besiedelt. Sie wurden aus Wettingen im Aargau vertrieben.
1814 | Bildstein und Buch Die Bayern lösten die Gerichte auf und schufen um 1806 die Gemeinden. Bildstein und Buch waren eine gemeinsame Gemeinde unter dem Namen Steußberg. 1814 trennte sich Buch und wurde selbständig. Aus Steußberg wurde 1857 wieder Bildstein.
1860 | Landtag Mit der Anerkennung von Vorarlberg als eigenem Land werden in Bregenz Landtag und Landesausschuss eingerichtet.
1863 | Pfarre Kennelbach Kennelbach wird eine selbständige Pfarre.
1867 | Rheinbrücke Die erste Rheinbrücke, die Unterfahrbrücke zwischen Lustenau und Au (CH), wird eröffnet.
1872 | Vorarlbergbahn Die Bahnlinie von Lindau nach Bludenz wird eröffnet.
1881 - 1882 | Elektrifizierung Vorarlberg nahm in der Elektrifizierung innerhalb Österreichs eine führende Stellung ein. 1881 wird die erste elektrische Anlage, ein Telefon der Fa. Hämmerle in Dornbirn, als erstes Telefon in der Monarchie, in Betrieb genommen. 1882 erfolgt von der Fa. Schindler in Kennelbach mit der ersten Starkstromanlage des Landes die erste elektrische Beleuchtung in Österreich.
1884 | Bodenseeschifffahrt Die ersten beiden österreichischen Bodenseeschiffe, die Dampfer "Austria" und "Habsburg", laufen von Stapel.
1886 | Achrainstraße Die Achrainstraße von Dornbirn nach Alberschwende wird eröffnet.
1891 | Dampfkraftwerk Die Fa. Jenny & Schindler errichtet in Rieden ein Dampfkraftwerk zur Energieversorgung des eigenen Betriebes. 1901 wurden aus diesem Kraftwerk Kennelbach, Vorkloster und Rieden mit elektrischem Strom versorgt, ab 1903 die Stadt Bregenz. Nach einer Vergrößerung der Anlage 1905 wurde das Versorgungsgebiet bis Hohenems und Götzis ausgedehnt. Damit war das Werk Rieden der Beginn der Vorarlberger Kraftwerke AG.
1892 | Rheinregulierung Durch einen Staatsvertrag einigten sich Österreich und die Schweiz auf die Regulierung des Rheins. Dies geschah zur Eindämmung der Hochwassergefahr. Erstmals sicherte 1824 Kaiser Franz I. Mäder die Kostenübernahme für die Rheinregulierung zu.
- 1900
1900 | Rheindurchstich Mit dem Rheindurchstich bei Fußach wird der Rhein um ein paar Kilometer verkürzt.
1901 | Stadt Dornbirn Dornbirn wird zur Stadt erhoben.
1902 | Marktgemeinde Lustenau Kaiser Franz Josef erhebt Lustenau zur Marktgemeinde.
1902 | Straßenbahn Die Straßenbahn zwischen Dornbirn und Lustenau, die Elektrische Bahn Dornbirn-Lustenau (EBDL), wird eingeweiht. Sie fährt bis 1938.
1903 | Landesmuseum Das Landesmuseum in Bregenz wird fertiggestellt.
1903 | Langenerstraße Langen ist über eine Straße, die über Kustersberg und Wirtatobel führt, erreichbar.
sadfdsafdsaf 1914 - 1918 | Erster Weltkrieg 1918 | Selbständiges Land Nach dem Ersten Weltkrieg erlangt Vorarlberg wieder seine Selbständigkeit. Die Landesverwaltung wird aufgebaut.
1918 - 1934 | Landeshauptmann Dr. Otto Ender Der in Altach geborene Dr. Otto Ender (1875 - 1960) war 1918 - 1930 erster Landeshauptmann des selbständigen Bundeslandes Vorarlberg. Er war von 1930 - 1931 Österreichischer Bundeskanzler, bevor er wieder bis 1934 Landeshauptmann wurde.
1919 | Mosterei Rauch Franz Rauch gründet eine Lohnmosterei, der Beginn eines Getränkeimperiums.
1919 | Rieden zu Bregenz Die Gemeinde Rieden-Vorkloster schließt sich an die Stadt Bregenz an.
1923 | Rheindurchstich Durch den zweiten Rheindurchstich wird der Rhein zwischen Altach und Lustenau begradigt. Diepoldsau wird dadurch ähnlich einer Flussinsel.
1939 - 1945 | Zweiter Weltkrieg Mit dem Einmarsch des Deutschen Reichs in Polen beginnt der Zweite Weltkrieg.
1945 Bombardierung Bei der Bombardierung der Stadt Bregenz werden 72 Häuser zerstört. Franzosen rücken in die Stadt ein.
1945 | Schloss Wolfurt Die Französische Militärkommandantur residiert auf Schloss Wolfurt.
1946 | Bregenzer Festspiele Erstmals wird eine Aufführung der Bregenzer Festspiele auf dem Bodensee durchgeführt.
1949 | Dornbirner Messe Erstmals findet eine Export- und Musterschau für Textilien und Textilmaschinen statt.
- 1950
1955 | Landestheater Das Theater am Kornmarkt wird eröffnet.
1964 | Schiffstaufe in Fußach Am 21. November wird ein neues Bodenseeschiff, das auf Karl Renner getauft werden sollte, in einer Protestaktion, an der etwa 20.000 Personen teilnahmen, im Fußacher Hafen auf Vorarlberg "notgetauft".
1966 | Kinderdorf Das SOS-Kinderdorf in Dornbirn wird als neuntes in Österreich eröffnet. Gründer ist der Alberschwender Hermann Gmeiner.
1969 | Bezirk Dornbirn Mit 10. Jänner ist Dornbirn Sitz der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn. Es umfasst das Gebiet von Dornbirn, Hohenems und Lustenau. Davor war es Teil des Bezirks Feldkirch.
1972 | ORF-Landesstudio Das ORF-Funkhaus nimmt den Betrieb im Gebäude an der Höchsterstraße in Dornbirn auf. Es ist das einzige Österreichs, das nicht in einer Landeshauptstadt steht.
1977 | Erste Fußgänerzone Im Bereich der Bregenzer Kaiserstraße wird die erste Fußgängerzone Vorarlbergs eröffnet.
1979 | 1980 | Festspiel- und Kongresshaus Die neue Seebühne wird eröffnet, ein Jahr später das Festspiel- und Kongresshaus.
1981 | Landhaus Nach vierjähriger Bauzeit wird das Landhaus in Bregenz eröffnet.
1982 | Güterbahnhof Wolfurt Der Güterbahnhof wird eröffnet. Er wurde von Bregenz nach Wolfurt verlegt.
1982 | Marktgemeinde Wolfurt Wolfurt wird zur Marktgemeinde erhoben.
1982 | Achsiedlung Nach der Fertigstellung der "Siedlung an der Ach" können ca. 850 Wohnungen bezogen werden.
1983 | Stadt Hohenems Hohenems wird zur Stadt erhoben. Bereits 1333 hatte Ems alle Rechte und Freiheiten einer Stadt erhalten, sie aber nicht in Anspruch genommen.
1985 | Rheintalautobahn Mit der Eröffnung des Ambergtunnels kann die Rheintalautobahn von Bludenz bis zur Deutschen Grenze bei Lindau befahren werden.
1985 | Marktgemeinde Lauterach Lauterach wird Marktgemeinde.
1987 | Rheindamm Der Rheindamm bricht bei Fußach.
1987 | Messepark Dornbirn Der Messepark in Dornbirn öffnet seine Pforten als Einkaufszentrum.
1990 | Sportanlage Schnabelholz Die Sportanlage Schnabelholz in Altach wird fertiggestellt. Sie wird fortlaufend erweitert.
1991 | Stadtbus Dornbirn Dornbirn nimmt als erste Stadt Vorarlbergs einen Stadtbus in Betrieb.
1991 | Jüdisches Museum Das Jüdische Museum in der Villa Heimann-Rosenthal wird eröffnet.
1994 | Fachhochschule Vorarlberg In Dornbirn wird im Gebäude der Alten Textilschule an der Dornbirnerache Österreichs erste Fachhochschule eröffnet.
1995 | 1997 | Eu-Beitritt Seit 1. Jänner 1995 ist Österreich ein Mitglied der Europäischen Union. Durch das Schengenabkommen 1997, in Folge des EU-Beitritts, verlieren Grenzübergange viele ihrer Funktionen.
1996 | Blumendorf Hard Hard wird zum schönsten Blumendorf Europas gekürt.
1997 | Kunsthaus Bregenz Das Kunsthaus Bregenz (KUB) wird eröffnet.
1999 | Hochwasser Der hohe Pegelstand des Bodensees verursacht durch ein Jahrhunderthochwasser Schäden v.a. in Bregenz und Hard.
- 2000
2013 | Pfändertunnel Mit dem zweispurigen Ausbau des Pfändertunnels verringert sich die Stausituation um Bregenz.
2013 | Kornmarktplatz Der neugestaltete Kornmarktplatz wird eröffnet, ebenso das Landesmuseum, das neu gebaut unter Einbeziehung des Gebäudes der ehemaligen Bezirkshauptmannschaft fertiggestellt wurde.
2018 | Basilika Bildstein Die Pfarrkirche in Bildstein wird - wie 1985 die Liebfrauenkirche in Rankweil - zur Basilika Minor erhoben.
2020 | Dornbirn Die Stadt Dornbirn, einwohnerstärkster Ort Vorarlbergs, überschreitet die 50.000-Einwohnerinnen-und-Einwohner-Marke.
Bonus-Thema (UR)
im Überblick
Geschichte der Rheinregulierung
- Rheinnot
Kleine Eiszeit Von 1560 bis 1890 war das Klima im Rheintal von der "Kleinen Eiszeit" geprägt. Lange und kalte Winter folgten auf kühle und niederschlagsreiche Sommer. Die Gletscher wuchsen. Diese kurzfristige Klimaveränderung führte zu einer Häufung an Überschwemmungen.
Eiszeisommer Zwischen 1810 und 1822 herrschten die sogenannten Eiszeitsommer. Dieser war gekennzeichnet durch einen kühlen Sommer, einen feuchten Herbst und einen schneereichen Winter. Die Schneeschmelze blieb in manchen Jahren geringer als üblich. Das gesamte Jahr über blieben große Schneemengen über 2.000 m liegen.
Im Frühjahr 1817 stiegen die Temperaturen merklich an. Die Schneeschmelze übertraf die üblichen Werte. Von Juni bis August desselben Jahres kam es zu verheerenden Überschwemmungen. In Meiningen, Koblach, Mäder und Gaißau trat der Rhein über die Ufer. Landwirtschaftliche Flächen in Götzis sowie die Zentren von Bregenz und Hard wurden schwer getroffen. Fußach und Gaißau wurden überflutet.Rheinnot Vor 1900 wurde der Rhein als größter Wildfluss Europas bezeichnet. Immer wieder formte er sich ein neues Flussbett oder breitete sich im breiten Alpental aus. Im 19. Jahrhundert wurden die Überschwemmungen als Rheinnot bezeichnet. Um das Überleben der steigenden Bevölkerung zu sicher und die Kulturlandschaft zu schützen wurden die Rufe zur Regulierung immer lauter. 1892 wurde die internationale Rheinregulierung besiegelt.
1824 verspricht Kaiser Franz I. dem Vorsteher der Gemeinde Mäder die Übernahme der Kosten einer Rheinregulierung. Von 1826 bis ca. 1835 arbeitete der österreichische Bauingenieur Alois Negrelli an Verbauungsvorschlägen für den Rhein. Auch Dank der durch ihn angeregten Bautätigkeiten blieb das österreichische Gebiet - im Gegensatz zum Schweizer Ufer - bis 1888 von extremem Hochwasser verschont.- Regulierung
Internationale Rheinregulierung - erster Staatsvertrag 1892 wird im Staatsvertrag zwischen Österreich und der Schweiz die gemeinsame Regulierung des Rheins von der Mündung der Ill bis zum Bodensee vereinbart. Die Internationale Rheinregulierung (IRR) wird gegründet. Sie hat Büros in Lustenau und St. Margrethen
Der erste Staatsvertrag regelt v.a. den Bau der Durchstiche bei Fußach und Diepoldsau sowie die Normalisierung und Regulierung der Flussstrecke. Der Vertrag wird zwischen dem Bundesrat der Schweizer Eidgenossenschaft und dem Kaiser von Österreich abgeschlossen. Die Kosten werden geteilt.Fußacher Durchstich Von 1895 bis 1900 wurde am Fußacher Durchstich gearbeitet. Dadurch sollte die Hochwassersicherheit erheblich erhöht werden. Die Fluss-Strecke wurde um 7 km verkürzt. Am 6. Mai 1900 wurde die neue Strecke mit Rheinwasser gefüllt. Das Zentrum der Gemeinde Fußach liegt seither am Rhein und nicht mehr am Bodensee.
Altach, Altenstadt, Gaißau, Götzis, Höchst, Hohenems, Koblach, Lustenau, Mäder und Meiningen sprachen sich für die Durchstiche aus, Fußach und Hard dagegen. 1864 waren auch Bregenz, Dornbirn, Lauterach, Rieden, Schwarzach und Wolfurt gegen die Durchstichspläne. Der Vorarlberger Landtag beschloss 1882 den Fußacher Durchstich mit 12 gegen 4 Stimmen nicht zu unterstützen.Durchstich bei Diepoldsau 14 Jahre lang wird daran gearbeitet. 1923 wurde der Druchstich bei Diepoldsau mit Rheinwasser gefüllt. Der Lauf des Rheins wurde um 3 km verkürzt. Die sogenannte Hohenemser Kurve bildet als Alter Rhein weiterhin die Staatsgrenze. Diepoldsau wird durch den sogenannten Neuen Rhein inselförmig von der Schweiz abgetrennt.
Der Alte Rhein wurde zu einem naturnahen Erholungsgebiet.Zweiter Staatsvertrag Durch das Geschiebe des Rheins droht die Fußacher und die Harder Bucht zu verlanden und die Bregenzer Bucht abgeschnitten zu werden. Um dies zu verhindern wurde 1924 ein zweiter Staatsvertrag abgeschlossen. Dieser regelt die Vorstreckung der Regulierungswerke des Fussacher Durchstiches auf dem Schuttkegel des Bodensees.
Feineres Material soll so in tiefere Bereiche des Bodensees transportiert werden. 5 und 10 % des Geschiebes werden zukünftig bei der Vorstreckung in Form von Kies und Sand aus dem Rhein gebaggert. Sie werden als Baustoffe verwertet.Dritter Staatsvertrag Dem Rhein war es nicht möglich das Geschiebe bis in den Bodensee zu transporitern. Zwischen Diepoldsau und Lustenau hob sich die Flusssohle. Der dritte Staatsvertrag wurde 1954 abgeschlossen. Er regelte die Erhöhung der Mittelgerinnewuhre und die Anpassung der Dämme, um eine Wassermenge von 3.100 m3/s bewältigen zu können und Bauwerke wie Brücken oder Straßen dem anzupassen. Das Mittelgerinne wurde eingeengt, damit die Geschiebekapazität erhöht und die Erhöhung der Sohle verringert wird.
Es ist damit zu rechnen, dass der Bodensee trotzdem in etwa 40.000 Jahren verschwunden sein wird.- Neueste Geschichte
Alpenrhein Der Alpenrhein führt auf einer Länge von 91 km vom schweizerischen Rheichenau bis zum Bodensee. Dort erfolgt der Zusammenfluss des Vorder- und Hinterrheins. Etwa 18 km bildet er zwischen Österreich und der Schweiz die Staatsgrenze. Dies ist mit Ausnahme des Durchstich bei Diepoldsau die Strecke Feldkirch Nofels bis Lustenau.
Er misst ein Gefälle von durchschnittlich 1 bis 2‰. Die Fließgeschwindigkeit beträgt 1 bis 5 Meter pro Sekunde.Einteilung Der Rhein wird von Meiningen bis zur Mündung in den Bodensee in Zonen eingeteilt.
Meiningen bis Mäder Obere Strecke 7,5 km Mäder bis Widnau Diepoldsauer Durchstich 5,5 km Widnau bis St. Margrethen Zwischenstrecke 4,5 km St. Margrethen bis Bodenseeufer Fußacher Durchstich 6,5 km ab Bodenseeufer bei Hard Vorstreckung 3.5 km Museum Rhein-Schauen Am nördlichen Ende von Lustenau, im seit 1892 eingerichteten Werkhofgelände der Internationalen Rheinregulierung (IRR) mit Schreinerei, Schlosserei, Bahnremise und Werkhallen, befindet sich seit 1997 das Museum. Schwerpunkte sind Überschwemmungen, Regulierung, Fischerei oder Kraftwerksbau.
Informationen zu diesem und weiteren Museen finden Sie beim Vorarlberg-Material Reiseziel Museum!Projekt Rhesi Das Hochwasserschutzprojekt Rhesi soll den Schutz vor Überflutungen des Rheins auf der Strecke der Internationalen Rheinregulierung verbessern. Der Rhein verlandet, die Sohle wird höher. Ziel des Projekt ist es den Abflussquerschnitt zu vergrößern und das Schutzziel von derzeit etwa 3.100 m3/s auf 4.300 m3/s zu erhöhen.
Kosten von etwa 900 Mio € stehen einer maximalen Schadenshöhe von mehr als 8 Mia € gegenüber. 2012 wurde mit den Planungen begonnen. Die Kosten teilen sich Österreich und die Schweiz zu gleichen Teilen.- Geschichte
Übersicht Ur- und Frühgeschichte Das Rheintal war mit Gletschern bedeckt. Durch das Abschmelzen wird der Bodensee gebildet, der das gesamte Tal ausfüllt. Durch Geschiebe, das die Flüsse mitgebracht haben, wird der See zurückgedrängt. Der Rhein, der als größter Wildbach Europas bezeichnet wurde, entsteht. 2000 v. Chr. Die Inselberge bei Koblach waren bevorzugte Siedlungsplätze. Sie boten Schutz vor Überschwemmungen. 1206 Das erste schriftlich vermerkte Hochwasser zerstört die Lustenauer Kirche. 1342 Das Magdalenenhochwasser gilt in Mitteleuropa als Jahrtausendhochwasser. Es gilt als extremes Hochwasser im Besonderen im Rheintal. 1548 Die Lustenauer Kirche wird ein zweites Mal durch Hochwasser zerstört. 1566 Beim extremen Hochwasser erreicht der Bodensee seinen höchsten je gemessenen Pegel. Weite Teile des Rheintals waren betroffen. 1700 bis 1900 Es ereignen sich zahlreiche Hochwasser. Alleine in Mäder tritt der Rhein in dieser Zeit 10 Mal über die Ufer. Es wird auf veränderte Klimabedingungen zurückgeführt. Während der "Kleinen Eiszeit" von 1560 und 1860 ist es kalt, die Gletscher wachsen. 1762 Dieses extreme Hochwasser gilt als das verheerendste. Brücken, Wege und unzählige Häuser werden zerstört. Viele Felder lagen unter einer dicken Schlammschicht. 1817 Zahlreiche Dammbrüche wurden durch das Abtauen von Schneemassen verursacht. Krankheiten und Hunger durch Ernteausfall waren die Folge. Das Hochwasser reichte von Meiningen bis zum Zentrum von Bregenz. 1821 Der Rhein tritt bei Höchst und Gaißau über die Ufer. Beim sogenannten Eselschwanz sucht sich der Rhein ein neues Flussbett, das direkt zum Bodensee führt. 1824 Kaiser Franz I. verspricht dem Vorsteher der Gemeinde Mäder die Übernahme der Kosten einer Rheinregulierung. 1826 bis etwa 1835 Der österreichische Bauingenieur Alois Negrelli arbeitet an Verbauungsvorschlägen für den Rhein. Auch Dank der durch ihn angeregten Bautätigkeiten blieb zumindest das österreichische Gebiet bis 1888 von extremem Hochwasser verschont. 1834 Eine Überschwemmung trifft Lustenau. 1846 - 1856 Etwa zehn Jahre lang fiel überdurchschnittlich viel Niederschlag. Insbesondere im Bereich des Kummenbergs waren fast jährliche Überschwemmungen die Folge. 1849 Ein Hochwasser bei Altach, Koblach, Meiningen und Mäder hat die Folge, dass die Felder um Meiningen sechs Wochen lang unter Wasser standen. 1888 Bei Meiningen tritt der Rhein über die Ufer. Nachdem der Seelachendamm gebrochen war, bedecke das Wasser große Teile Lustenaus. Auch Fußach wird überschwemmt. Über Hilfsaktionen kommen v.a. Kohle und Nahrungsmittel nach Vorarlberg. 1890 Bei Altach, Hohenems und Höchst tritt der Rhein über die Ufer. 1892 Im Staatsvertrag zwischen Österreich und der Schweiz wird die gemeinsame Regulierung des Rheins vereinbart. Die Internatinale Rheinregulierung (IRR) wird gegründet. 1895 - 1900 Der Fußacher Durchstich wird errichtet. Mit ihm führt der Rhein bei Gaißau und St. Margrethen direkt in den Bodensee. 1900 Die sogenannte "Kleine Eiszeit" geht vorüber. Die Überschwemmungen nehmen ab. Die sogenannte Rheinnot gilt als beendet. 1910 Starker Regen und Schneeschmelze führen zu einer Überschwemmung, die Hard und Fußach trifft. Gaißau, Höchst und Lustenau wurden nicht getroffen. 1923 Nach 14 Jahren Bauzeit wird der Durchstich bei Diepoldsau vollzogen. 1924 | 1954 Um eine Verlandung durch das Geschiebe des Rheins zu verhindern, werden zwei Staatsverträge zum Ausbau der Vorstreckung abgeschlossen. Diese besteht aus zwei Dämmen. 1954 Das Wasser des Rheins stetzt mit einer Abflussspitze von 2.500 m3/s den Dämmen schwer zu. 1987 Bei Fußach tritt der Rhein entlang der Vorstreckung über die Ufer. Die Abflusspitze liegt bei etwa 2.650 m3/s (Bild oben). 1992 Zum 100-Jahre Jubiläum der internationalen Rheinregulierung wird in Lustenau die Ausstellung "Rheinschauen" gezeigt. 1997 Das Museum Rhein-Schauen in Lustenau wird eröffnet. Es kombiniert im Werkhof die Ausstellung und die Dienstbahn entlang des Rheins. 2005 Starker Regen im Rheintal und im Walgau lassen den Rhein ansteigen. Er erreicht eine Abflussspitze von etwa 2.040 m3/s. ab 2012 Mit dem Projekt Rhesi soll der Hochwasserschutz erhöht werden. Die Planungen sind noch im Gange. 2016 Intensive Niederschläge und eine Abflussspitze von etwa 2.220 m3/s lassen eine Lücke in der Mittelgerinnewuhre entstehen. Es kommt zu Schwemmholz- und Sandablagerungen. - Video Rheinbau 1936
Ortsporträt (UR)
im Überblick
Gemeinde Altach
Bezirk Feldkirch
- Übersicht
Gemeinde Altach Die Gemeinde Altach liegt im Westen des Landes in der Mitte des Rheintals und gehört zum Bezirk Feldkirch. Sie grenzt an drei österreichische und zwei Schweizer Gemeinden.
Die Nähe zur Schweiz und die Verfügbarkeit von Baugründen hat zu einem starken Bevölkerungswachstum geführt.Ortsname Der Name Altach wird von der Hohenemser Ache, einem Grenzbach zwischen Altach und Hohenems, abgeleitet. Diese wurde früher als „Alte Ache“ bezeichnet.
Zahlen und Daten Bevölkerung: 6.997 (2023) Fläche: 5,36 km2 Lage des Zentrums: 412 m ü.A. Nachbargemeinden: Götzis, Hohenems, Mäder, Diepoldsau (CH), Oberriet (CH) Bezirk: Feldkirch KFZ-Kennzeichen: FK Postleitzahl: 6844 Ortsteile: Ober- und Unteraltach Wappen Am 20. Februar 1929 wird der Gemeinde Altach die Wappenurkunde ausgestellt. Das Wappen besteht aus einem blauen Schild mit ornamentierter bronzefarbener Randeinfassung. Er ist in der Mitte von einem silbernen Fluss quer durchzogen.
Dieser symbolisiert die „Alte Ach“. Die in der oberen Hälfte abgebildete Kirche erinnert an die St. Nikolaus-Kapelle und an den erfolgreichen Kampf um eine eigene Pfarrei nach der Loslösung von Götzis. Der Eichenzweig ist dem Wappen der Adelsfamilie Sandholzer nachgebildet.Wahrzeichen Die Kirche St. Nikolaus wird von 1823 bis 1825 nach den Plänen des Baumeisters Weiß errichtet und im Jahre 1825 als Pfarrkirche geweiht. Von 1956 bis 1960 erfolgt nach dem Abriss der alten Kirche ein Neubau nach den Plänen des Architekten Norbert Kopf. Die Weihe findet im Jahre 1962 statt.
Gewässer Rhein Güllbach | Gießenbach Alter Rhein Gostgraben Koblacher Kanal Brühlgraben Emmebach(„Hopbach“) Scheidenriedgraben Bildung Die Gemeinde Altach trägt als Schulerhalter eine Volksschule, eine Mittelschule mit technischem Schwerpunkt sowie mit Hohenems, Götzis, Koblach, Mäder und Klaus die tonart Musikschule Mittleres Rheintal. In Altach kann auch die Freie Montessori-Schule besucht werden.
Wirtschaft, Handel und Dienstleistung Altach bietet eine breit gefächerte Mischung an kleineren und mittleren Wirtschaftsbetrieben. Wichtige Betriebe sind z.B. ENJO (Reinigungsmittel mit Textilfasern), Müller Wohnbau (Haus- und Wohnungsbau), Beerli (Sonnenschutz und Terrassen) und Ender Klima.
405 Arbeitsstätten geben 1.585 Beschäftigten und 84 Lehrlingen Arbeit.
Verkehr Altach liegt direkt an der Rheintalautobahn (A14), hat einen Bahnhof an der Bahnlinie der Vorarlbergbahn und ist ans Landbus-Netz angeschlossen.
Seit 2008 gibt es mehrere Ortsbusse am Kumma. Fünf Linien verbinden Götzis, Altach und Mäder.Bauwerke Veranstaltungssaal KOM eröffnet 2012 Islamischer Friedhof eröfnet 2012 Sportstadion Schnabelholz (SCR Altach) 1990 fertiggestellt und fortlaufend erweitert Gasthof Rössle denkmalgeschützt, erbaut 1757 Pfarrkirche St. Nikolaus 1962 eingeweiht Veranstaltungen Altacher Sommer Kinderprogramm Altach hat's und macht's Betriebe stellen sich vor Altacher Silvesterlauf Kunst- und Krömlemarkt, Altach aktiv und kreativ Flohmarkt am Dorfplatz Theaterkreis Altach Sportveranstaltungen z.B. SCR Altach (Fußball Bundesliga) Persönlichkeiten Dr. Otto Ender Landeshauptmann und Bundeskanzler Karl-Heinz Kopf Parlamentsklub-Obmann der ÖVP, zweiter Präsident des Nationalrats Harald Walser Nationalratsabgeordneter Die Grünen Besonderheiten Erholungszentrum Rheinauen betrieben mit der Stadt Hohemens Naherholungsgebiet Alter Rhein
- Geschichte Altachs
1249 Altach wird erstmals urkundlich erwähnt.
14. Jahrhundert Walserfamilien lassen sich auch in Altach nieder.
1591 Erstmals wird eine Kirche im Unterdorf erwähnt.
1748 | 1778 Erstmals wird von Schulunterricht in Altach berichtet.
Dreißig Jahre später wird ein Schulbau eröffnet.1802 Ende des Jahres wird Altach eine eigene Gemeinde. Bis dahin gehört es zu Götzis. Altach hat zu der Zeit ca. 550 Einwohnerinnen und Einwohner.
1817 | 1834 | 1888 | 1890 Die Gemeinde wird von großen Überschwemmungen durch den Rhein heimgesucht.
1825 Altach wird eigene Pfarre.
ab 1850 Das Stickereiwesen kommt auf.
1914 bis 1918 Im Ersten Weltkrieg fallen 40 Altacher.
1918 bis 1934 Dr. Otto Ender ist Landeshauptmann von Vorarlberg, 1930 kurzzeitig Bundeskanzler.
1939 bis 1945 Im Zweiten Weltkrieg sind 118 Gefallene zu beklagen. Dazu kommen mindestens vier zivile Opfer.
1960 | 1969 Die neue Volksschule wird eröffnet, neun Jahre später die Hauptschule, die heutige Mittelschule.
1962 Die neue Pfarrkirche wird eingeweiht.
1990 Die Sportanlage Schnabelholz wird fertiggestellt. Sie wird fortlaufend erweitert.
1998 Das neue Pfarrzentrum wird fertiggestellt und eingeweiht.
2012 Im selben Jahr werden das Veranstaltungszentrum KOM und der islamische Friedhof ihrer Bestimmung übergeben.
Impressum Vielen Dank an die Studierenden Brändle, Dam, Fessler und Müller für die Erarbeitung eines Ortsportäts im Rahmen ihrer Studien an der PH Vorarlberg. Ihre Informationen sind in diese Aufstellung integriert. Sie haben als Textquelle die Webseite der Gemeinde Altach genutzt. Die Bildrechte liegen beim Bildungsmedienzentrum Vorarlberg.
Wissens-Datenbank (Oberes Rheintal)
im Überblick
Städte und Talschaften Vorarlbergs Oberes Rheintal
Inhalt 1. Übersicht 6. Weiler | Zwischenwasser 11. Historische Bauten 2. Feldkirch | Fraxern | Götzis 7. Gewässer 12. Bsundrigs 3. Klaus | Koblach | Laterns 8. Natur und Bildung 4. Meiningen | Rankweil | Röthis 9. Wirtschaft 5. Sulz | Übersaxen | Viktorsberg 10. Verkehr 13. Geschichte Bonus-Inhalt Ortsporträt Götzis - Übersicht
Oberes Rheintal Der Kummenberg trennt das Vorarlberger Rheintal in ein Unteres und Oberes Rheintal. Das obere Rheintal reicht von dort bis an die liechtensteinische Grenze bei Feldkirch, von den Bergflanken des Freschenstockes im Osten bis zum Rhein im Westen, der die politische Grenze zur Schweiz bildet.
Neben dem dicht besiedelten Talgrund liegen eine Reihe von Dörfern an den Hängen am Ostrand des Rheintales. Die 14 Gemeinden mit einer Bevölkerung von mehr als 80.000 Personen liegen im Bezirk Feldkirch.Besiedelung Der Kummenberg ist für Vorarlberg von historischer Bedeutung. Er war die Heimstätte der ersten sesshaften Menschen nach der Eiszeit in unserem Land (Kadel, Krinne, Bocksberg). Er bildete lange Zeit die Sprachgrenze zwischen Alemannen und Rätoromanen.
Die Gemeinden am Ostrand der Rheintalebene sind inzwischen zusammengewachsen. Sie bilden ein beinahe geschlossenes Siedlungsgebiet mit der Marktgemeinde Rankweil. Die weiter östlich auf den Bergrücken der Ausläufer des Freschenstockes liegenden Berggemeinden haben teilweise ihren ursprünglichen Dorfcharakter erhalten. Sie sind heute wichtiges Naherholungsgebiet. Auch Feldkirch ist im Begriffe, mit seinen Nachbargemeinden zusammenzuwachsen.Entstehung Das Bodenseerheintal ist ein Sohlental, das die geologische Grenze zwischen Ost- und Westalpen bildet. Darunter verbirgt sich ein Grabenbruch, der von eiszeitlichen Gletschern weiter ausgeschürft wurde. Ablagerungen und Geschiebemassen der Fließgewässer füllten den durch Moränen rückgestauten Rheintalsee nach und nach weiter auf. Der Bodensee bildet den Rest des ehemals riesigen Sees.
Einteilung Im Oberen Rheintal liegen neben der Stadt Feldkirch und den Marktgemeinden Götzis und Rankweil die Gemeinden Fraxern, Klaus, Koblach, Laterns, Meiningen, Röthis, Sulz, Übersaxen, Viktorsberg, Weiler und Zwischenwasser. Alle Gemeinden gehören zum Bezirk Feldkirch.
Götzis und Koblach bilden mit den beiden Unterlandgemeinden Altach und Mäder die Region amKumma. Die anderen 12 Gemeinden haben sich mit der Walgaugemeinde Göfis zur Region Feldkirch-Vorderland zusammengeschlossen. Ziel dieser Regionen ist es den gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum zu entwickeln und neben der Raumplanung auch in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Erholung und Bildung zusammenzuarbeiten.Raum Rankweil/Vorderland Zwischen Ardetzenberg und Sattelberg bei Klaus weitet sich die obere Rheintalebene zu einer großen Bucht, welche – von Feldkirch aus gesehen – das so genannte Vorderland bildet. Die geschützte Lage dieses Gebietes hat zur Entstehung zahlreicher Rand- und Hangsiedlungen geführt und die Landwirtschaft begünstigt, besonders den Obstbau. In jüngster Zeit wurden wieder ein paar Weinberge bepflanzt.
- Feldkirch
Übersicht Feldkirch liegt am Dreiländereck Österreich-Liechtenstein-Schweiz. Die Grenzlinie zu Liechtenstein verläuft durch das Ried ganz links im Bild, dann über den Schellenberg der Felskante entlang (langgezogener Rücken im Mittelgrund) und schließlich zum Bangser Ried Richtung Rhein.
Feldkirch ist mehr Verwaltungs-, Schul- und Wohnstadt denn Industriestadt, obwohl eine Reihe sehr renommierter Betriebe hier ihren Sitz haben. Das Stadtzentrum von Feldkirch bildet das Zentrum des oberen Rheintales. Hier haben viele bedeutende Einrichtungen des Landes ihren Sitz, wie das Diözesanhaus, die Arbeiterkammer, die Wirtschaftskammer, das Landesgericht u. a. m. Feldkirch ist auch mit seinen vielen Bildungseinrichtungen als Schulstadt bekannt. Kultureller und touristischer Anziehungspunkt ist das alte Stadtzentrum, über dem die Schattenburg thront.Vorarlberg-Arbeitsmaterial zur Stadt Feldkirch Weitere Informationen dazu finden Sie beim Vorarlberg-Material unter Stadt Feldkirch.
Zahlen Bevölkerung 36.282 (2023) Fläche 34,36 km2 Lage 457 m ü.A. Nachbargemeinden Altstätten (CH) Frastanz, Göfis, Rankweil, Mauren (FL), Meiningen, Schellenberg (FL), Ruggel (FL), Rüthi (CH) Wappen von Feldkirch Wann Feldkirch das Wappen verliehen wurde, ist nicht bekannt. Der erster Nachweis geht zurück auf 1311/12. Am 22. Jänner 1930 wird die Verleihung des Wappens durch die Vorarlberger Landesregierung bestätigt.
In einem silbernen Schilde erscheint eine dreilätzige schwarze Kirchenfahne.
- Fraxern
Übersicht Die nach Süden ausgerichtete Hanglage Fraxerns begünstigt die Kultur von Kirschbäumen. Im sogenannten „Kriasidorf“ gedeihen 20 verschiedene Kirschsorten. Aus diesen wird das bekannte „Fraxner Kriasiwasser“, ein Kirschbrand, hergestellt. Sehr beliebt ist Fraxern als Ausgangspunkt für Wanderungen in das Mittelgebirge am östlichen Rheintalrand wie etwa zur Hohen Kugel.
Zahlen Bevölkerung 741 (2023) Fläche 8,87 km2 Lage 817 m ü.A. Nachbargemeinden Dornbirn, Götzis, Hohenems, Klaus, Viktorsberg, Weiler Wappen von Fraxern Die Verleihung des Wappens erfolgte am 14. Oktober 1969.
Auf silbernem Schild ein hängender Kirschzweig mit zwei waagrechten grünen Blättern und drei roten Kirschen.
- Götzis
Übersicht Das 843 erstmals urkundlich erwähnte Götzis zählt fast 12.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In der ehemaligen Textilgemeinde stehen viele Betriebe der unterschiedlichsten Branchen. Götzis` Geschichte manifestiert sich in der Ruine Neu-Montfort, dem Junker Jonas Schlössle und dem Ansitz Sonderberg.
Für kulturelle und sportliche Tätigkeiten bietet Götzis zahlreiche Möglichkeiten, z.B. im Mösle Stadion oder an der Kulturbühne Ambach.Zahlen Bevölkerung 12.098 (2023) Fläche 14,64 km2 Lage 448 m ü.A. Nachbargemeinden Altach, Fraxern, Hohenenems, Klaus, Koblach, Mäder Wappen von Götzis Die Wappenurkunde ist auf den 20. Oktober 1928 datiert.
Ein silberner Schild, aus dessen Fuß sich ein grüner Dreiberg erhebt, auf dessen Spitzen eine schwarze, rotbezungte Gämse mit erhobenem rechtem Vorderfuß steht. Im linken Obereck des Schildes ist das rote montfortische Banner zu sehen. Den Schild umgibt eine ornamentierte bronzefarbige Randeinfassung.
- Klaus
Übersicht Die nördlichste der 13 Vorderlandgemeinden ist die Gemeinde Klaus. Sie ist geprägt duch ihre sonnige Südlage und Sitz zahlreicher Klein- und Mittelbetriebe.
Zahlen Bevölkerung 3.076 (2023) Fläche 5,25 km2 Lage 507 m ü.A. Bezirk Feldkirch Nachbargemeinden Fraxern, Götzis, Koblach, Röthis, Weiler Wappen von Klaus Die Verleihungsurkunde ist auf den 27. Mai 1952 ausgestellt.
Im schwarzen Schild erhebt sich aus der erniedrigten Mittelgruppe eines den Seitenrändern angeschobenen grünen Dreiberges zwischen einer Sperrmauer ein Festungsturm, welcher oberhalb des von einer Türöffnung durchbrochenen Erdgeschosses drei schmale, übereinandergestellte offene Luken aufweist. Die flache Spitze des Turmes wird von einer geschlossenen Galerie gestützt. Turm und Sperrmauer sind golden tingiert.- Koblach
Übersicht Die Gemeinde Koblach liegt am südlichen Fuß des Kummenberges. Neben dem Kummenberg bietet Koblach eine Reihe weiterer wertvoller Landschaftselemente wie den Ausläufer des Sattelberges, das Koblacher Ried, den Frutzauwald und das Rheinvorland im Westen. Auch die durch den Kummenberg geschützte klimatisch vorteilhafte Lage begründet den Ruf Koblachs als gefragte Wohngemeinde. Koblachs Geschichte war lange Zeit geprägt durch die Neuburg.
Zahlen Bevölkerung 4.889 (2023) Fläche 10,25 km2 Lage 456 m ü.A. Nachbargemeinden Götzis, Klaus, Mäder, Meiningen, Oberriet (CH), Rankweil Wappen von Koblach Die Wappenurkunde ist auf den 9. April 1959 ausgestellt.
In einem blauen Schilde auf einem von einem silbernen Querfluß durchzogener grünen Dreiberg zwei verbundene goldene Türme mit je drei Zacken.- Laterns
Übersicht Die Gemeinde Laterns ist mit 43,8 km² die flächenmäßig größte Gemeinde des Bezirks Feldkirch und mit Damüls die einzige Gemeinde des Landes, deren Nachbargemeinden in allen vier Bezirken liegen. Die Parzellen Laterns-Thal, Bonacker und Innerlaterns bilden die Gemeinde Laterns. Bad Laterns, wo ein Gasthof mit Fischteich betrieben wird, gehört zu Innerlaterns.
Vorarlberg-Arbeitsmaterial zum Laternsertal Das Unterrichtsmaterial Laternsertal bietet zusätzliche Informationen zur Gemeinde Laterns.
Zahlen Bevölkerung 698 (2023) Fläche 43,79 km2 Lage 921 m ü.A. Bezirk Feldkirch Nachbargemeinden Blons, Damüls, Dornbirn, Dünserberg, Rankweil, St. Gerold, Schnifis, Thüringerberg, Übersaxen, Zwischenwasser Wappen von Laterns Laterns wird das Wappen am 22. Juli 1938 verliehen.
Ein von Silber und Rot gespaltener Schild, der von einer eingeschobenen, aufsteigenden, eingebogenen, bis zum Schildeshaupt reichenden blauen Spitze durchzogen wird. Der Schild ist mit elf fünfstrahligen Sternen in drei senkrechten Reihen, je vier in jedem Schildesfelde, und drei – deren unterster durch die Spitze zerspalten wird – etwas erhöht auf der Teilungslinie, alle in gewechselten Tinkturen, belegt. In der Spitze erhebt sich aus der erhöhten Mittelkuppe eines grün bewachsenen Dreiberges eine natürliche, bewurzelte, golden befruchtete Tanne. Den Schild umgibt eine schwarze Randeinfassung.
- Meiningen
Übersicht Im Westen Vorarlbergs liegt die Vorderland-Gemeinde Meiningen, am rechten Ufer des Rheins und der Ill. Riedlandschaft und Auwälder im Gemeindegebiet laden zum Radfahren und Wandern ein.
Der Rhein bildet die Grenze zur Schweiz. Vom Grenzübergang Meiningen führt eine Brücke ins schweizerische Oberriet.Zahlen Bevölkerung 2.463 (2023) Fläche 5,37 km2 Lage 425 m ü.A. Bezirk Feldkirch Nachbargemeinden Feldkirch, Koblach, Oberriet (CH), Rankweil Wappen von Meiningen Meiningen wird am 22. Dezember 1970 das Wappen verliehen.
Gespalten von Blau und Rot, im blauen Feld ein silberner Rohrkolben, im roten Feld eine silberne Schwertlilie.- Rankweil
Übersicht Die Marktgemeinde Rankweil ist mit mehr als 12.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die zweitgrößte Gemeinde im Bezirk Feldkirch und die achtgrößte in Vorarlberg. Schon zur Zeit des Römischen Reichs war das heutige Rankweil unter dem Namen Vinomna ein Verkehrsknotenpunkt, an dem die befestigten römischen Straßen zusammenliefen. In Rankweil haben mehrere z.T. weltweit tätige Unternehmen ihren Standort. Bekannt ist Rankweil als Wallfahrtsort durch die 1985 zur "basilica minor" erhobene Liebfrauenbergkirche, die auch im Rankweiler Wappen zu sehen ist.
Zahlen Bevölkerung 12.160 (2023) Fläche 21,86 km2 Lage 480 m ü.A. Nachbargemeinden Feldkirch, Göfis, Laterns, Meiningen, Koblach, Röthis, Satteins, Sulz, Übersaxen, Zwischenwasser Wappen von Rankweil Mit der Verleihung des Wappens am 25. Juli 1978 wurde das 1928 verliehene Wappen aufgehoben.
In einem blauen Schild erhebt sich aus einem grünen Dreiberg im Schildfuß eine mit einer Ummauerung versehene Kirche (Wallfahrtskirche von Rankweil). Ummauerung und Kirche sind aus weißem Mauerwerk und weisen rote Dächer auf.- Röthis
Übersicht Die Vorderland-Gemeinde Röthis liegt zwischen Sulz und Weiler, am Ausgang des Frödischtales. Das Siedlungsgebiet der Gemeinden am Ostrand des Rheintals ist im Laufe der Zeit zusammengewachsen. In Röthis wird seit mehr als 1.000 Jahren Wein angebaut. Im denkmalgeschützten Röthner Schlössle befindet sich das Gemeindeamt.
Zahlen Bevölkerung 2.222 (2023) Fläche 1,44 km2 Lage 508 m ü.A. Nachbargemeinden Klaus, Koblach, Rankweil,Sulz, Viktorsberg, Weiler, Zwischenwasser Wappen von Röthis Die Vorarlberger Landesregierung verleiht Röthis am 23. September 1935 das Wappen.
Ein silberner Schild, durchzogen von einer aufsteigenden eingebogenen roten Spitze, in der sich aus Rasenboden eine natürliche Tanne erhebt. Die Spitze ist rechts von einer schräg links gerichteten, natürlichen Weinrebe mit einem Blatte und einer abwärts hangenden blauen Traube, deren Stiel mit einem natürlichen Rebmesser mit aus- und abwärts gerichteter Schneide belegt ist, links von einer eisernen Pflugschar begleitet. Den Schild umgibt eine ornamentierte bronzefarbige Randeinfassung.
- Sulz
Übersicht Die Gemeinde Sulz zählt zu den 13 Vorderlandgemeinden. In Sulz befindet sich das Erlebnisbad Frutzau, das in einer Kooperation der Gemeinden Rankweil, Röthis, Sulz und Zwischenwasser entstanden ist. Sulz war bis 1806 mit Rankweil ein Gerichts- und regionaler Verwaltungsort.
Zahlen Bevölkerung 2.683 (2023) Fläche 3,02 km2 Lage 495 m ü.A. Nachbargemeinden Rankweil, Röthis, Zwischenwasser Wappen von Sulz Sulz wird am 15. September 1970 das Wappen verliehen.
In Grün auf silbernem Stuhl sitzend, ein silbern gekleideter mit Stirnreif gekrönter Graf, in der Rechten einen Stab, die Linke auf dem Oberschenkel aufgestützt.- Übersaxen
Übersicht Die Vorderlandgemeinde Übersaxen liegt im Osten hoch über dem Rheintal. Mit der sonnigen Lage und der sauberen Höhenluft ist es das ganze Jahr über ein gesuchtes Ausflugs- und Erholungsgebiet für Wanderer, Spaziergänger, Skifahrer oder Langläufer. Besonders an Tagen, wo im Rheintal dichter Nebel herrscht, wird dieses Gebiet gern aufgesucht.
Zahlen Bevölkerung 631 (2023) Fläche 5,76 km2 Lage 899 m ü.A. Nachbargemeinden Dünserberg, Laterns, Rankweil, Satteins Wappen von Übersaxen Übersaxen wird das Wappen am 3. März 1970 verliehen.
In Rot über einem silbernen Dreispitzberg eine goldene Strahlensonne.- Viktorsberg
Übersicht Die Vorderlandgemeinde Viktorsberg ist geprägt durch seine Landschaft und die religiöse Geschichte. Der später heilig gesprochene irische Mönch Eusebius lebt hier im 9. Jh. Die Geschichte des Klosters reicht ins 9, Jh. zurück. Das Kloster Viktorsberg berbergt die Schädel-Reliquie des Hl. Viktor.
Zahlen Bevölkerung 431 (2023) Fläche 12,51 km2 Lage 879 m ü.A. Nachbargemeinden Dornbirn, Fraxern, Röthis, Weiler, Zwischenwasser Wappen von Viktorsberg Am 9. Dezember 1970 erfolgt die Verleihung des Wappens an Viktorsberg. Der irische Mönch Eusebius, der im 9. Jh. in Viktorsberg lebte, findet sich im Wappen wieder.
Schrägrechts geteilt von Silber und Rot, oben ein grünes dreiblättriges Kleeblatt, unten eine schwarzbedachte silberne Kirche.
- Weiler
Übersicht Die Gemeinde Weiler zählt zu den 13 Vorderlandgemeinden. Sie liegt am Fuß des Freschenstocks. Auf einem bereits prähistorisch besiedelten Hügel zwischen Weiler und Faxern erhebt sich die bereits 1206 erwähnte Burgruine Alt-Montfort. Hugo I. ließ sie erbauen.
Zahlen Bevölkerung 2.315 (2023) Fläche 3,08 km2 Lage 486 m ü.A. Nachbargemeinden Fraxern, Klaus, Röthis, Viktorsberg Wappen von Weiler Die Vorarlberger Landesregierung verleiht am 9. Dezember 1970 das Wappen an Weiler.
In Silber eine schwarzbedachte rote Burg mit linkem Eckturm mit drei Zinnen. Darüber an schwarzer Stange und schwarzen Ringen eine rote nach rechts fliegende dreilatzige Fahne mit schwarzen Fransen.- Zwischenwasser
Übersicht Die Vorderland-Gemeinde Zwischenwasser besteht aus den drei Ortsteilen Muntlix, Batschuns und Dafins. Der Name der Gemeinde bezieht sich auf deren Lage zwischen Frödisch und Frutz. Zwischenwasser reicht bis zum Hohen Freschen (2.004 m).
Zahlen Bevölkerung 3.422 (2023) Fläche 22,63 km2 Lage 525 m ü.A. Nachbargemeinden Dornbirn, Laterns, Rankweil, Röthis, Sulz, Viktorsberg Wappen von Zwischenwasser Zwischenwasser wird das Wappen am 6. September 1966 verliehen.
In blauem Schild zwei von den beiden Oberecken ausgehende silberne Flussarme, die im Schildfuß zusammenlaufen. Dazwischen ein goldener Baum mit drei Ästen.Muntlix Muntlix ist der Hauptort von Zwischenwasser und Sitz des Rathauses. Neben einer Volksschule befindet sich auch die Mittelschule in Muntlix.
Batschuns Der Ortsteil Batschuns liegt auf einer Hangterrasse oberhalb von Muntlix auf 665 m ü.A. Pfarrkirche Hl. Johannes der Täufer und Volksschule liegen in unmittelbarer Nähe, das Bildungshaus Batschuns unterhalb des Ortszentrums. Batschuns ist u.a. über die Laternserstraße, die L51, mit Muntlix und den im Talgrund liegenden Gemeinden wie Rankweil verbunden.
Dafins Dafins liegt auf einer Hangterrasse auf 794 m ü.A. In der kleinsten Ortschaft Zwischenwassers stehen die Pfarrkirche Hl. Josef und eine Volksschule. Dafins ist von Sulz aus über eine Gemeindestraße erreichbar.
- Gewässer
Rhein Der Rhein bildet die Staatsgrenze und teilt das Tal in ein Vorarlberger und in ein Schweizer Rheintal. Seine Länge beträgt von der liechtensteinischen Grenze bis zur Mündung in den Bodensee 29 km. Von seiner Quelle bis zur Mündung in den Bodensee wird er Alpenrhein genannt.
Das Rheintal ist ein Sohlental. Es wurde von eiszeitlichen Gletschern ausgeschürft. So entstandene Moränen stauten den Rheintalsee auf, der nach und nach verschwand. Der Bodensee bildet den Rest des ehemals riesigen Sees. Um die Rheintalbewohner vor den später häufigen Überschwemmungen zu schützen, wurden von Österreich und der Schweiz seit dem Ende des 18. Jahrhunderts laufend Anstrengungen zur Regulierung des Rheins unternommen.
Im Medienkatalog finden Sie das Rheintalpuzzle.Rheinnot Der Rhein bildete für die umliegenden Orte seit jeher eine ständige Gefahr. Eine der ersten Kunden einer "Rheinnot“ stammt aus dem Jahr 1206. Ihr fiel die Lustenauer Pfarrkirche zum Opfer. 1927 wurde eine Rheinnot durch einen Dammbruch verursacht. Das Hochwasser verwüstete weite Teile Liechtensteins bis hin zur Feldkircher Parzelle Bangs.
Von 1826 bis ca. 1835 arbeitete der Bauingenieur Alois Negrelli an Verbauungsvorschlägen für den Rhein. Dank der durch ihn angeregten Bautätigkeiten blieb von da an das österreichische Gebiet (im Gegensatz zum Schweizer Ufer) bis 1888 vom Hochwasser verschont.Ill Die Ill ist der bedeutendste Nebenfluss des Rheins. Ihre Umgebung ist ein beliebtes Naherholungsgebiet im Oberland. Seit 2014 steht an der Mündung in den Rhein ein Kraftwerk der Stadt Feldkirch. Die sogenannte „Kleine Ill“ ist ein künstliches, naturnahes Nebengerinne mit Restwasser zur Umgehung der Staustufe des Illkraftwerks.
Frutz Die Frutz ist ein rechter Nebenfluss des Rheins. Sie entwässert das Laternsertal, bevor sie in die Rheintalebene austritt. Sie mündet zwischen Koblach und Meiningen in den Rheint. Entlang der Frutz zieht sich ein schmaler Auwaldsaum.
Baggerseen Rankweil-Brederis Wo Kiesgruben angelegt wurden, tritt Grundwasser zu Tage. Im Bild sieht man die durch Aushub von Kies entstandenen Baggerseen bei Paspels. Das Interesse an den Baggerseen teilen sich die Bauwirtschaft, die Fischer, Surfende, Badegäste, sonstige Erholungssuchende und Naturschützerinnen und Naturschützer. Der zur Paspeler Straße hin liegende Badestrand wird privat bewirtschaftet, den Kiesabbau mittels Schwimmbagger betreibt die Firma Nägele.
Kläranlage Meiningen Der Abwasserverband Region Feldkirch betreibt die Kläranlage Meiningen. Angeschlossen sind die Gemeindegebiete Feldkirch, Frastanz, Göfis, Meiningen, Nenzing-West, Rankweil und Übersaxen mit insgesamt etwa 60.000 Personen.
Pro Tag können rund 26.000 m³ Brauchwasser durch die Kläranlage fließen. Nach der Vorklärung (2.580 m³ Kapazität), der biologischen Klärung (31.055 m³) und der Nachklärung (15.165 m³) fließt das gereinigte Wasser durch den Ehbach in den Rhein.
- Natur
Buchenwald am Sattelberg Obwohl das Rheintal sehr dicht besiedelt ist, besitzt es einige sehr naturnahe Gebiete. Im Buchenwald am Sattelberg kann man noch erahnen, wie die meisten Wälder an den Hängen des Tales früher beschaffen waren. Im Frühling bringt das durch die kahlen Bäume scheinende Licht eine reiche Bodenflora zum Vorschein, im Sommer schützt das grüne Blätterdach den Boden und der Herbst erfreut uns mit dem rot leuchtenden Laub des Buchenwaldes.
Irisblüte im Matschelser Ried In den letzten Jahrzehnten wurden die ursprünglichen Riedflächen im Rheintal immer mehr eingeengt und durch Verkehrswege zerschnitten. Heute sind die verbliebenen freien Restflächen weitestgehend unter Schutz gestellt, da sie bedeutende Rückzugsgebiete für bedrohte Pflanzen- und Tierarten und die wichtigsten Naherholungsgebiete für das dicht besiedelte Rheintal sind.
Üble Schlucht Von der Übersaxener Straße nach Laterns-Thal oder in umgekehrter Richtung kann man in knapp zwei Stunden die Üble Schlucht, eine der beeindruckendsten Urlandschaften Vorarlbergs durchwandern. In der Klamm finden sich in den spektakulären Felswänden mit dem Kieselkalk die härtesten Gesteinsschichten Vorarlbergs, in die sich die Frutz in die Tiefe eingeschnitten hat.
Aufgrund von Steinschlaggefahr ist die Schlucht oft unpassierbar. Sie ist nur im Sommer zugänglich.Am Felsbandweg Der Felsbandweg am Schellenberg führt entlang der Grenze Österreich – Liechtenstein. Das Wanderwege-Konzept Vorderland als Teil des Vorarlberger Wanderwege-Konzeptes umfasst ein einheitlich beschildertes und markiertes Wegenetz von insgesamt 597 Kilometern. Die beschilderten Wegweiser sind ein europaweites Vorzeigemodell, denn sie liefern außer der Richtungsweisung eine Reihe weiterer Informationen.
- Bildung
Bildungshaus Batschuns Das Bildungshaus Batschuns steht über dem Rheintal an der Straße von Rankweil nach Laterns unterhalb des Ortszentrums von Batschuns. Ursprünglich als Jugendhaus gedacht ist es heute vor allem ein Ort der Begegnung und Zentrum der christlichen Erwachsenenbildung, aber auch eine Bildungsstätte für verschiedene gesellschaftliche und berufliche Gruppen. Die Schwestern des Werkes der Frohbotschaft leiten das Haus.
Bildungshaus St. Arbogast Das Bildungshaus St. Arbogast liegt oberhalb des Zentrums von Götzis. Der Anstoß für den Bau kam von der Katholischen Jugend. Schon früh waren Frauen des Werkes der Frohbotschaft Batschuns engagiert. Die Anzahl an Veranstaltungen stieg rasch an. Es wurden Gebäude ergänzt. 1960 erfolgte die Eröffnung, 1993 wurde die letzte Erweiterung abgeschlossen.
- Wirtschaft
Übersicht Im oberen Rheintal gibt es eine Reihe von Betrieben der Maschinen- und Metallindustrie und der Elektroindustrie. Auch die Nahrungs- und Genussmittelindustrie ist mit einigen Betrieben präsent.
Seit der Trockenlegungen des Talbodens und der Errichtung von Schutzverbauungen v.a. des Rheins kann das Obere Rheintal landwirtschaftlich genutzt werden.
In den letzten Jahren ist die Landwirtschaft im Raum Rankweil/Vorderland deutlich im Rückgang begriffen, während die Zahl der Gewerbebetriebe stark zugenommen hat.Baugewerbe Westlich der Orte Sulz – Röthis – Weiler – Klaus erstreckt sich an der Bundesstraße zwischen Frutzbrücke und Autobahnauffahrt Klaus eine Industriezone. Dort befindet sich knapp unterhalb der Frutzbrücke auch das Gelände der Firma Nägelebau. Dazu haben sich auch neue Unternehmen der Baubranche am bestehenden Standort Röthis angesiedelt, wodurch ein umfassender Industrie- und Gewerbepark entstanden ist.
Technische Industrie Omicron Electronics GmbH in Klaus ist ein erfolgreich weltweit tätiges Unternehmen, das innovative Prüf- und Diagnoselösungen für die elektrische Energieversorgung entwickelt und vertreibt. Nicht nur in der Mess-, Steuer- u Regeltechnik ist Omicron engagiert, sondern auch im Bereich der Ausbildung und des sozialen Managements in der eigenen Belegschaft. Das Unternehmen betreibt Servicezentren auf allen Kontinenten.
Fahrzeugbau Die Metall- und Maschinenindustrie in Vorarlberg kann weltweit gesehen Spitzenqualität liefern. Die Produktpalette der Walser GmbH umfasst z.B. Feuerwehrfahrzeuge, Spezialfahrzeuge, Ladekräne, Holzkräne, Anhänger, Sattelauflieger, Kippfahrzeuge, Klein-LKW-Aufbauten, Lackierung und Hydraulik-Geräte. Walser GmbH ist auch regionaler Vertreter des Weltmarktleaders Palfinger (Kranaufbauten).
Obstverwertung Vorarlberg verfügt über einige moderne, große Produktionsstätten zur Erzeugung von Fruchtsäften und Limonaden. Der Großteil gelangt in den Export. Es wird weit mehr Obst verarbeitet, als im eigenen Land wächst. Deshalb werden u.a. auch Äpfel, Birnen und Beeren aus Osteuropa oder Orangen aus Südeuropa und Amerika eingeführt. Als größter Fruchtsaft- und Eisteeproduzent Österreichs gilt die Fa. Rauch Fruchtsäfte. Die Obstverwertung auf Bauernhöfen und in Haushalten hat heute kaum mehr Bedeutung.
Schnapsbrennerei In Vorarlberg erzeugen zahlreiche kleine bis größere Produzenten qualitativ hochwertige Destillate. Bisher wurden vor allem Spirituosen aus Obst erzeugt. Inzwischen bereichern Produzenten von Whisky, Rum oder Gin die Destillerielandschaft. Im Bild ist die Broger Privatbrennerei in Klaus zu sehen, die sich seit 2008 erfolgreich auf Whisky spezialisiert hat.
Milchverarbeitung Vorarlberg Milch wird von 502 Lieferanten mit Milch versorgt und beschäftigt 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Sitz ist in Feldkirch. Derzeit werden pro Jahr rund 61 Millionen Kilogramm Milch verarbeitet. 40 Prozent des Umsatzes machen allein die Käseprodukte aus. Ein neu geplanter Käsekeller soll ermöglichen, die Käseproduktion, die schon 40% des Umsatzes ausmacht, zu verdoppeln.
Sennhof Rankweil-Brederis Der Sennhof in Rankweil-Brederis ist Teil der Stiftung Jupident. Viele Jahrzehnte lang wurde er als landwirtschaftlicher Musterbetrieb geführt und diente der Selbstversorgung sowie als Beschäftigungstherapie. Schwerpunkte des Sennhof-Betriebes sind die Eierproduktion und die Erzeugung von Nudelspezialitäten. Im Sennhof-Lädele werden auch regionale landwirtschaftliche Produkte angeboten. Auf vom Sennhof vermieteten Flächen werden Blumen gezogen, die zur Gänze in die Schweiz exportiert werden.
Einkaufszentrum Nahe des Autobahnanschlusses Feldkirch Nord liegt das größte Einkaufsareal des oberen Rheintals auf Rankweiler und Feldkircher-Altenstädter Gebiet. Die zentrale Lage in der Region und gute Erreichbarkeit sind Hauptgründe für einen regen Zulauf. Über die L52 ist auch eine gute Anbindung an die Schweiz gegeben.
Marktgasse in Feldkirch Die Marktgasse Feldkirch gilt mit ihren prachtvollen Fassaden, dekorativen Giebeln und breiten Lauben als eine der schönsten Straßen Vorarlbergs. Seit vielen Jahren ist die Marktgasse Teil der Fußgängerzone. Dort werden der Wochenmarkt und drei Jahrmärkte (Johanni-, Micheli-, Thomasmarkt) abgehalten. Die Johanniterkirche am Ende der Marktgasse dient heute kulturellen Zwecken wie Kunst-Ausstellungen.
- Verkehr
Übersicht Infolge der starken Besiedelung und der immer noch zunehmenden Mobilität gibt es im Rheintal ein dichtes Straßennetz mit Autobahn sowie eine Eisenbahnlinie mit zwei Verbindungen in die Schweiz und einem Anschluss nach Deutschland. Mit der Landesstraße L190, die Vorarlberger Straße, verläuft zwischen dem Zentrum von Feldkirch und dem Kummenberg meist in der Nähe der Rheintalautobahn. Sie verbindet die Gemeinden Feldkirch, Rankweil,Sulz, Röthis, Weiler, Klaus, Koblach und Götzis miteinander.
Rheintalautobahn Als erstes Teilstück der Rheintalautobahn wurde die Strecke Dornbirn-Nord bis Klaus fertiggestellt, bis Feldkirch-Nord verlängert. Der Pfändertunnel wurde fertiggestellt, bevor die Autobahn damit verbunden werden konnte. Es folgte der Ambergtunnel und die Verlängerung bis Bludenz. Dies erfolgte in den Jahren 1971 bis 1985. Mit Feldkirch-Nord, Rankweil, Klaus und Altach/Götzis stehen im Oberen Rheintal mehrere Auf- und Abfahrten zur Verfügung.
Markant an der Rheintalautobahn ist der Udelberg-Durchstich am Ostrand des Kummenbergs an der Grenze zwischen Götzis und Koblach. Die Autobahn führt südlich davon neben der Eisenbahnlinie Bregenz-Feldkirch und der Landesstraße L190.Grenzübergang Meiningen Vom Grenzübergang Meiningen führt über eine Rheinbrücke nach Oberriet in die Schweiz. Die Fahne der Europäischen Union zeigt an, dass man hier EU-Gebiet betritt bzw. verlässt.
Alte Grenze an der Brücke in Bangs In Feldkirch-Bangs liegt die westlichste Ecke Österreichs. Hier grenzen Österreich, Schweiz und Liechtenstein aneinander. Am Radweg nach Liechtenstein finden wir heute noch den unter Denkmalschutz stehenden alten Grenzübergang des Österreichischen Kaiserreiches nach Liechtenstein.
Radweg an der Frutzbrücke Entlag des Rheints führt ein Radweg. Das Bild zeigt ihn an der Frutzmündung. Die Umweltproblematik der CO²-Emissionen hat dem Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel für kleinere Distanzen einen starken Aufschwung gebracht. Daher haben Gemeinden und Land Vorarlberg das Radwegenetz stark gefördert und erweitert. Man kann heute praktisch ohne den Autoverkehr zu berühren mit dem Rad von Schruns bis Bregenz fahren.
- Historische Bauten
Mittelalterliche Stadt Feldkirch Das erstmals 1218 als Stadt erwähnte Feldkirch hat im Altstadtkern noch seinen mittelalterlichen Charakter erhalten. Das einst geschlossene, wehrhaft ausgebaute Feldkirch bildet heute
noch den kleinen historischen Kern.
Ruine Neuburg in Koblach Die im Jahre 1152 erstmals urkundlich genannte Neuburg im Gemeindegebiet von Koblach gehörte der Familie der Reichsritter Thumb von Neuburg. 1363 verkaufte man die Burg und Herrschaft Neuburg an die Habsburger. Danach waren Burg und Herrschaft u. a. unter wechselnder Verwaltung der Grafen von Feldkirch oder Hohenems. Ab 1744 wurde die Burg nicht mehr genutzt und im Jahre 1769 abgebrochen.
1985 begann man mit einer umfassenden Restaurierung der Ruine, die von der "Initiative Burgruine Neuburg Koblach" getragen wird.Ansitze und Burgen Das Obere Rheintal befinden sich neben Schattenburg, Neuburg, Burg Alt- und Neu-Montfort noch weitere Burgen. Schloss Amberg, Junker-Jonas-Schlössle und Ansitz Sonderberg sind Beispiele für Ansitze.
Weitere Informationen dazu finden Sie beim Vorarlberg-Material unter „Burgen, Schlösser und Ansitze Vorarlbergs“.Basilika Rankweil auf dem Liebfrauenberg Ende des 15. Jh. baute man anstelle der niedergebrannten romanischen Landkirche eine Burgkirche, die seither das Ortsbild von Rankweil auf dem 50 Meter hohen Liebfrauenberg bestimmt. Sie ist seit jeher eine Zwischenstation auf dem Jakobsweg von Tirol nach Einsiedeln.
Um 842 wird die Marienkirche auf dem Liebfrauenberg erstmals urkundlich erwähnt Damals reichte das Pfarrgebiet von Rankweil bis Fraxern und Laterns, nach Westen hin sogar bis nach Montlingen auf der der schweizerischen Rheintalseite. Aus dem 12. Jh. stammt das byzantinisch-romanische Bilderkreuz mit Reliquienkapsel („Silbernes Kreuz“). Das Rankweiler Gnadenbild steht in der angebauten Marienkapelle in der Mitte des vergoldeten Rokokoaltars.Freilichtmuseum Villa Rustica In Rankweil-Brederis wurde im Jahr 1954 eine Römervilla im Auftrag des Vorarlberger Landesmuseums freigelegt. Ihre Errichtung man auf das 1. Jh. n. Chr. datiert. Eine Schautafel im Freilichtmuseum informiert über die Anlage. Man fand Wandmalereifragmente, Fensterglas, Tafelgeschirr, einheimische Keramik, Mühlsteinbruchstücke und Schreibgriffel aus dem 2. und 3. Jh. n. Chr. Bisher konnten drei Häuser archäologisch untersucht werden. Rund 200 Meter von diesen Gebäuden entfernt wurde 2006 im Zuge von Erdarbeiten auf dem Gelände des heutigen Golfplatzes das zum Anwesen gehörende komfortable römische Badehaus entdeckt.
- Bsundrigs
Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Vorarlberg Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) in Feldkirch-Altenstadt hat die Aufgabe Rettungskräfte in Vorarlberg zu alarmieren und deren Einsätze zu koordinieren. Ein landesweites, autonomes Funknetz unterstützt den Einsatz der Hilfskräfte des Roten Kreuzes, der Feuerwehren, der Bergrettung, der Wasserrettung und anderer Einsatzkräfte. Im Landhaus in Bregenz befindet sich eine zweite technisch baugleiche Zentrale, die im Notfall eingesetzt werden kann.
Kulturbühne Ambach Die Kulturbühne Ambach in Götzis ist landesweit als Bühne für kulturelle Veranstaltungen aller Art bekannt: Konzerte, Theater, Musicals, Lesungen, Opern, Kabarett u.d.m. Auch für Ballveranstaltungen, Ausstellungen, Tagungen oder Multimedia-Reiseberichte wird das bestens ausgestattete Haus am Bach gern genutzt. Der große Saal bietet Platz für 600 Besucherinnen und Besucher.
Wildpark Feldkirch am Ardetzenberg Insgesamt leben 21 Tierarten mit etwa 125 Individuen im Wildpark Feldkirch. Neben vielen anderen sind Steinwild, Luchs, Wolf und Adler besondere Attraktionen.
Der gemeinnützige Wildparkverein möchte die heimische Tierwelt näherbringen und Einblicke in die Natur und das Leben der Tiere ermöglichen. Ein Waldlehrpfad ergänzt das Angebot insbesondere für Schulen.Möslestadion Götzis Das von der Marktgemeinde Götzis betriebene Möslestadion ist jährlich Ende Mai Schauplatz des internationalen HYPO-Mehrkampfmeetings. Bei dieser größten internationalen Sportveranstaltung in Vorarlberg messen sich die besten Mehrkämpfer und Mehrkämpferinnen der Welt im Wettkampf. Das modernst eingerichtete Stadion bietet bis zu 11.000 Besucherinnen und Besuchern Platz. Außer für die Leichtathletik wird es auch zum Fußballspiel und für den Schulsport genutzt.
Golfplatz in Rankweil Der 2006 errichtete 18-Loch-Golfplatz des GC Montfort Rankweil liegt an der L 190 bei Brederis. Im Gelände des Golfplatzes befinden sich die Ausgrabungen des 2006 entdeckten römischen Badhauses des Freilichtmuseums Villa Rustica in Brederis.
Geschichte (Oberes Rheintal)
im Überblick
Geschichte Geschichte des Oberen Rheintals
- Ur- und Frühgeschichte
5000 v. Chr. | Rastplatz Menschen machten während der Jagd in Koblach Rast. Erst später ließen sie sich hier nieder.
Vorgeschichte | Fundplätze Vorgeschichtliche Fundplätze sind neben Koblach auch der Sattelberg in Klaus.
Bronzezeit | Sulz Der Fund von bronzezeitlichen Scherben in Sulz lässt auf eine Besiedelung zu dieser Zeit schließen.
1600 v. Chr. | Batschuns Der Fund eines Messers deutet darauf hin, dass Batschuns im Sommer als Weideland genutzt wurde.
- Römerzeit
Römerzeit | Rankweil-Altenstadt Zur Zeit der Römer waren Rankweil und Altenstadt wahrscheinlich besiedelt.
- 500
8. Jh. | Reliquie in Viktorsberg Der Name von Viktorsberg erinnert an Papst und Märtyrer Viktor I. Sein Schädel wird wohl seit dem 8. Jh. als Reliquie in der Ortskirche aufbewahrt.
- 700
830 | Viktorsberg Viktorsberg wird urkundlich als "retina ad S. Victorem" erwähnt.
842 | 843 | Churrätisches Reichsurbar Im churrätischen Reichsurbar Götzis werden Götzis als Götzis als „Cazzeses“, Feldkirch-Altenstadt als „ad Feldchirichun“, Rankweil als „Rangvila“, Röthis als „ad Rautenen", Sulz als "Sulles" und Viktorsberg erstmals urkundlich erwähnt.
Mitte 9. Jh. | Einsiedler Eusebius Der Einsiedler Eusebius lässt sich in Viktorsberg nieder. Er wird später heiliggesprochen. Nach 834 wird ein Schottenkonvent gegründet, das Kaiser Karl III. mit einer Schenkung finanziert haben soll.
890 Klaus wird unkundlich als "Calcaires" bezeichnet, Sulz als "Sulles". Klaus wird "Kalchern" und "in der Klause" genannt.
- 900
ab 850 | Weinanbau Im Vorderland wird Wein angebaut. Mit der Eröffnung der Arlbergbahn 1884 und den neu geschaffenen Transportmöglichkeiten nimmt der Anbau ab. In Röthis wird seither ohne Unterbrechung Wein angebaut. Der Winzersaal in Klaus erinnert an eine Blütezeit des Weinbaus in Vorarlberg.
- 1000
um 1000 | Alte Kirche Götzis Die alte Kirche von Götzis wurde erbaut. Um sie herum entstand ein Dorfkern.
11. Jh. | Zwischenwasser Zwischenwasser wird als "zwischen den wassern" bezeichnet.
- 1100
1127 | Fraxern und Meiningen Fraxern wird erstmals urkundlich erwähnt. Meiningen wird urkundlich als "Maningas" bezeichnet.
12. Jh. | Reliquienkapsel Aus dem 12. Jh. stammt das byzantinisch-romanische Bilderkreuz mit Reliquienkapsel („Silbernes Kreuz“) der Kirche auf dem Liebfrauenberg in Rankweil.
1152 | Neuburg Die Neuburg wird erstmals urkundlich genannt. Sie liegt im Gemeindegebiet von Koblach und gehörte der Familie der Reichsritter Thumb von Neuburg.
- 1200
um 1200 | Schattenburg Graf Hugo I. von Montfort lässt sich auf der Schattenburg nieder.
13. Jh. | Gericht Rankweil Das Gericht in Rankweil wird wird den Aufgaben eines königlichen Landgerichts ausgestattet.
um 1218 | Stadt Feldkirch Erstmals ist die Rede von der Stadt Feldkirch.
1218 Graf Hugo I. von Montfort holte Johanniter nach Feldkirch, womit der Aufstieg der Marktgasse zum Handelszentrum Feldkirchs begann.
1219 | Marktordnung für Feldkirch Sie Stadt erhält eine Marktordnung nach Lindauer Vorbild.
1260 | Burg Tosters Die Burg Tosters wird von den Montfortern errichtet und 1405 von den Appenzellern zerstört.
- 1300
um 1300 |Kirche in Rankweil In Rankweil wird auf dem Liebfrauenberg eine Wallfahrtskirche errichtet.
1311 bis 1319 | Burg Neu-Montfort Burg Neu-Monfort wird in Götzis errichtet. Im Appenzellerkrieg 1405 bis 1408 wird sie besetzt. Im späten 17. Jahrhundert beginnt der Verfall der Burg. Heute zählt sie als Ruine zu den Wahrzeichen von Götzis.
1363 | Burg Neuburg an Habsburg Burg und Herrschaft Neuburg werden an die Habsburger verkauft. Sie sind deren erster Besitz im heutigen Vorarlberg.
1363 | Übersaxen Im Urbar der Herrschaft Feldkirch wird Übersaxen urkundlich erwähnt.
1390 | Stadt und Herrschaft Montfort an Habsburg Mit dem Tod des letzten Grafen von Montfort gingen Stadt und Herrschaft Feldkirch an das Haus Habsburg, damit auf Österreich über.
- 1400
1405 | Bund ob dem See Rankweil und Feldkirch kämpfen im Bund ob dem See an der Seite der Appenzeller.
1406 | 1445 | Appenzeller Die Appenzeller wüten im Rheintal.
1445 | Alter Zürcherkrieg Im Alten Zürcherkrieg werden Rankweil und Altenstadt ein Raub der Flammen.
1478 | Nikolauskirche Feldkirch Nach dem Brand der ehemaligen Pfarrkirche von Feldkirch wird an derselben Stelle die Kirche St. Nikolaus, der spätere Dom, errichtet.
Ende 15. Jh. | Liebfrauenkirche Anstelle der niedergebrannten romanischen Landkirche wurde eine Burgkirche errichtet, die seither das Ortsbild von Rankweil auf dem 50 Meter hohen Liebfrauenberg bestimmt.
- 1500
1570 | Ansitz Sonderberg Chorherr Friedrich Sandholzer, der sich ab 1563 "von Sonderberg" nennen darf, lässt den Ansitz Sonderberg bauen.
1584 | Junker-Jonas Der Renaissance-Ansitz Junker-Jonas-Schlösschen wird fertiggestellt. Er wird im Auftrag des Adeligen Lienhart Jonas von Buch und Udelberg als Familiensitz gebaut.
- 1600
1615 | Fraxern Fraxern trennt sich von Großgemeinde, die Sulz, Zwischenwasser, Röthis, Weiler, Klaus und die Berggemeinden Fraxern und Viktorsberg umfasste.
bis 1635 Auch im Raum Feldkirch sind Pestopfer zu beklagen.
1649 | Gymnasium Jesuten gründen das erste Gymnasium Vorarlbergs in Feldkirch.
1651 | Hexenverfolgung Im Gericht Rankweil-Sulz werden ein letztes Mal in Vorarlberg Todesurteile im Zuge von Hexenverfolgungen gefällt.
1694 | Marktgemeinde Götzis Götzis wird am 15. Mai zur Martkgemeinde erhoben.
- 1700
frühes 18. Jh. | Torfstechen Das Torfstechen entwickelt sich zu einem Zusatzerwerb. In Koblach wird so bis 1970 Torf gewonnen.
18. Jh. | Landwirtschaft Es wurde damit begonnen die Feuchtgebiete des Rheintals landwirtschaftlich zu nutzen: vorerst als Weideland, später auch als Futterwiesen und Ackerland. Dies wurde durch die Möglichkeit der Regulierung sowie der Entwässerung des Rheins durch Kanäle möglich. Bis ins 19. Jh. war der Talboden des Rheintals stark versumpft und von immer wiederkehrenden Hochwässern bedroht.
1744 | Neuburg Die Neuburg wird nicht mehr genutzt und im Jahre 1769 abgebrochen.
1744 | Jüdisches Leben in Sulz Nach Ausschreitungen werden die in Sulz lebenden jüdischen Familien vertrieben.
1796 | Franzosenkriege Die Franzosen greifen Götzis an, werden am Kobel zurückgedrängt, wo 1797 zum Dank die Kobel-Kapelle errichtet wird. Drei Jahre später wird es doch besetzt.
- 1800
1806-1814 | Bayernherrschaft Die Bayern herrschen über Vorarlberg. Die 24 Gerichte werden aufgelöst, Vorarlberg in Gemeinden eingeteilt und sechs neue Landgerichte geschaffen. Das Gericht Neuburg wird aufgelöst und Feldkirch zugeteilt. (Vorarlberg-Material: Vorarlberg 1809)
1843 | Pfarre Sulz Sulz löst sich von Rankweil und wird eine eigene Pfarre.
1854 | Koblacher Kanal Der Kobalcher Kanal wird gebaut.
- 1850
1856 | Stella Matutina Von den Jesuiten wird die Stella Matutina als Schule mit Pensionat gegründet. Sie genoss Weltruhm.
1863 | Kirche Götzis Im Oberdorf in Götzis wird die neue Pfarrkirche im neuromanischen Stil fertiggestellt.
1872 | Vorarlbergbahn Die Vorarlbergbahn wird von Lindau bis Bludenz fertiggestellt. Im selben Jahr werden die Verbindungen von Feldkirch nach Buchs und Lauterach bis St. Margrethen fertiggestellt. Vorarlberg ist somit an das deutsche und schweizerische Bahnnetz angeschlossen.
1888 | 1890 | Überschwemmung Ein letztes Mal überschwemmte der Rhein Koblach. Zwei Jahre später tritt er zum letzten Mal in einer großen Überschwemmung über die Ufer.
- 1900
um 1900 | Handstickerei Die Handstickerei verhilft Koblach zu wirtschaftlicher Blüte.
1903 - 1904 | Pfarrkirche Sulz Die Pfarrkirche Sulz wird errichtet.
1925 | Groß-Feldkirch Durch die Eingemeindung von Altenstadt (mit Levis, Gisingen und Nofels), Tosters und Tisis wurde die Stadtgemeinde Groß-Feldkirch gebildet
1929 | Landeswallfahrt Erstmals wird am 1. Mai die Landeswallfahrt zur Liebfrauenkirche in Rankweil durchgeführt.
1934 | Fraxern brennt Nach 1525 und 1760 brennt Fraxern ein drittes Mal fast vollständig nieder. (Sage: Fraxern brennt)
1938 - 1945 | Deutsches Reich Ab dem Einmarsch Deutschlands bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ist Vorarlberg wie ganz Österreich Teil des Deutschen Reichs und wird von Innsbruck aus verwaltet.
1943 | Bomben über Feldirch Bei einem amerikanischen Bombenangriff werden 168 Menschen getötet und 137 Häuser zerstört oder beschädigt.
1945-1955 | Besatzungszone Vorarlberg ist französische Besatzungszone und wird von Innsbruck aus verwaltet.
- 1950
1954 | Villa Rustica Rankweil In Rankweil-Brederis wurde eine Römervilla, deren Errichtung man auf das 1. Jh. n. Chr. datiert, im Auftrag des Vorarlberger Landesmuseums freigelegt. 2006 wird ein Badehaus entdeckt.
1960 | Bildungshaus St. Arbogast Das von der Katholischen Jugend errichtete Bildungshaus St. Arbogast wird eingeweiht.
1964 - 1987 | Herbert Keßler Der aus Rankweil stammende Dr. Herbert Keßler ist Landeshauptmann Vorarlbergs.
1965 | Bildungshaus Batschuns Als Weihbischof eröffnet Bruno Wechner das Bildungshaus Batschuns.
1966 - 1967 | Rheinbrücke Die 1875 bis 1876 erbaute hölzerne Rheinbrücke bei Koblach wird durch eine Eisenbetonbrücke ersetzt.
1968 | Diözese Feldkirch Feldkirch wird Sitz des Ordinariates der Diözese Feldkirch und somit Bischofsstadt.
1971 | Rheintalautobahn Zwischen Dornbirn-Nord und Rankweil wird das erste Teilstück der Rheintalautobahn eröffnet.
1972 | Mehrkampfmeeting Götzis Im Mösle in Götzis wird die Sportanlage eröffnet. Sie wird von der Marktgemeinde Götzis betrieben. Hier findet jährlich Ende Mai mit einem internationalen Mehrkampfmeeting die größte Sportveranstaltung Vorarlbergs statt. D
1974 | Milchhof Oberland Der Milchhof Oberland entsteht. 1993 wird er nach Fusion mit Gromo Dornbirn zur Vorarlberg Milch.
1985 | Basilika Rankweil Die als als Wallfahrtsort bekannte Liebfrauenbergkirche wird zur Basilica minor erhobenen.
1985 / Ruine Neuburg Die Initiative "Burgruine Neuburg Koblach" begann mit einer umfassenden Restaurierung der Ruine Neuburg, die immer noch andauert.
1993 | Öffentlicher Verkehr In Feldkirch und im Raum Vorderland gehen nehmen Stadt- und Landbus den Betrieb auf.
- 2000
2000 | Kulturbühne Ambach Die Kulturbühne Ambach wird feierlich eröffnet. Sie ergänzt mit dem bestehenden Vereinshaus das Kulturprogramm.
2006 | Golfplatz Der GC Montfort Rankweil errichtet nahe der L 190 bei Brederis eine 18-Loch-Golfanlage.
2014 | Illkraftwerk An der Illmündung in den Rhein wird ein Kraftwerk der Stadt Feldkirch ans Stromnetz angeschlossen. Es dient nicht nur zur Energiegewinnung, sondern auch zur Sanierung der unteren Ill, insbesondere des Mündungsbereiches.
- 2020
Impressum Diese Zusammenstellung basiert auf "Bilder aktuell" und dem Dokument Begleittext.pdf der Basisinformationen. Diese finden Sie inkl. des Impressums unter Material bzw. Multimedia, wo weitere Bilder und ergänzende Informationen enthalten sein können.
Ortsporträt (Oberes Rheintal)
im Überblick
Marktgemeinde Götzis Bezirk Feldkirch
- Übersicht
Marktgemeinde Götzis Die Marktgemeinde Götzis liegt inmitten des Vorarlberger Rheintals. Der tiefste Punkt befindet sich in Kommingen, der höchste auf der Hohen Kugel.
Götzis ist geprägt durch viele Unternehmen, zahlreiche soziale und Bildungs-Einrichtungen, ein starkes Vereins- und Kulturleben sowie durch seine lange Geschichte.
Götzis ist die größte Gemeinde in der Kummenbergregion, hat einen Direktanschluss an die Rheintalautobahn, einen Bahnhof und zahlreiche Busverbindungen.Zahlen und Daten Bevölkerung: 12.098 (2023) Fläche: 14,64 km2 Lage des Zentrums: 448 m ü.A. Lage insgesamt: 410 (Kommingen) bis 1.645 (Hohe Kugel) m ü.A. Nachbargemeinden: Koblach, Fraxern, Altach, Mäder, Klaus, Hohenems Bezirk: Feldkirch Talschaft: Rheintal Region: regionale Zusammenarbeit als Region amKumma mit Altach, Koblach und Mäder KFZ-Kennzeichen: FK Postleitzahl: 6840 Waldfläche: 45,2 % der Gemeindefläche Ortsteile: St. Arbogast, Meschach, Millrütte, Rütte, Götzis–Berg, Götzis–Markt, Götzis–Moos, Götzis–Kommingen, Götzis–Kirla, Götzis Sonderberg Wappen Ein silberner Schild, aus dessen Fuß sich ein grüner Dreiberg erhebt, auf dessen Spitzen eine schwarze, rotbezungte Gemse mit erhobenem rechtem Vorderfuß steht. Im linken Obereck des Schildes ist das rote montfortische Banner zu sehen. Den Schild umgibt eine ornamentierte bronzefarbige Randeinfassung.
Die Wappenurkunde ist auf den 20. Oktober 1928 datiert.Bildung In Götzis befinden sich sieben Kindergärten, vier Volksschulen und ein sonderpädagogisches Zentrum. Hier steht die größte Mittelschule des Landes (Musikmittelschule) sowie ein Bundesoberstufenrealgymnasium und eine Volkshochschule. Seit 1990 kann mit der Kathi-Lampert–Schule im Vorarlberger Wirtschaftspark eine Schule für Sozialbetreuungsberufe besucht werden.
Verkehr Götzis liegt direkt an der Rheintalautobahn (A14) und hat einen Bahnhof an der Bahnlinie der Vorarlbergbahn. Durch Götzis verkehren mehrere Linien des Landbusses Oberes Rheintal und des Landbusses Unterland. Seit 2008 gibt es mehrere Ortsbusse am Kumma. Fünf Linien verbinden Götzis, Altach und Mäder.
Wirtschaft, Handel und Dienstleistung Götzis hat seit 1694 das Marktrecht, die örtliche Handwerkerzunft ist fast gleich alt. Dies zeigt sich heute noch in vielen Handwerks-, überregional tätigen, Handels- und Dienstleistungsbetrieben, Im Jahr 2004 gab es etwa 450 Betriebe und 3.600 Beschäftigte. Größte und bekannteste Firmen sind Sola, Zech Fenster, Mepla–Alfit und HuberHolding. Der Vorarlberger Wirtschaftspark ist hier auch zu nennen.
Sehenswürdigkeiten, Kultur und Sport Burgruine Neu- Monfort 1311 und 1319 erbaut, 1970 erstmals restauriert Jonas–Schlösschen 1584 erbaut, 2001 und 2004 renoviert alte Pfarrkirche hl. Ulrich 1340 erbaut neue Pfarrkirche hl. Ulrich 1865 erbaut Kirche St. Arbogast erbaut als Kapelle seit 1473, im 18. Jht. vergrößert Meschacher Wolfgangskirche 1463 errichtet, 1866 vergrößert Kapelle am Kobel erbaut 1797 Bildungshaus St. Arbogast 1960 eröffnet, inzwischen erweitert Kulturbühne Ambach 2000 eröffnet Mehrkampfmeeting Götzis seit 1975 KVS Götzis - Ringen größter Ortsvein VS Götzis - Volleyball erster Volleyballverein Vorarlbergs Schwimmbad in der Riebe öffentliches Freibad - Geschichte
843 Götzis wurde erstmals im Jahr 843 im churrätischen Reichsgutsurbar als Cazzeses erwähnt. Weitere bekannte Schreibweisen sind Cheizines (1045), Chezins (1178) und Gezins (1260).
1000 Die alte Kirche wird erbaut. Um sie herum entsteht ein Dorfkern.
1311 bis 1319 Die heute noch zu den Wahrzeichen gehörende Ruine Monfort wird errichtet. Im Appenzellerkrieg 1405 bis 1408 wird sie besetzt. Im späten 17. Jahrhundert beginnt der Verfall der Burg.
Prähistorische Siedlungsfunde verdeutlichen die zentrale Lage über dem Rheintal mit Blick zum Bodensee. Vom ehemalig imposanten Wohnturm stehen noch die Außenmauern, der zusätzlich angebaute Wohntrakt und die Ringmauern sind kaum mehr zu erkennen.
1340 Im Jahre 1340 wird die Pfarrkirche zum Hl. Ulrich an der Stelle des Vorgängerbaues errichtet.
1363 | 1375 Mit der Herrschaft Neuburg gehen Teile von Götzis an Habsburg.
Mit dem Erwerb der Grafschaft Feldkirch wird ganz Götzis österreichisch.1398 | 1463 | 1883 Die Besiedelung von Meschach durch Walser wird urkundlich erwähnt. 70 Jahre später wird die erste Kirche gebaut. Vier hundert Jahre später wird eine neue gebaut und fertiggestellt.
1406 | 1445 Die Appenzeller wüten im Rheintal, so auch in Götzis.
1570 Chorherr Friedrich Sandholzer, der sich ab 1563 "von Sonderberg" nennen darf, lässt den Ansitz Sonderberg bauen. 1710 wird der Ansitz verkauft. Er war stets in Privatbesitz.
1584 Der Renaissance-Ansitz Junker-Jonas -Schlösschen wird fertiggestellt. Der "Jonas’sche Ansitz" wird im Auftrag des Adeligen Lienhart Jonas von Buch und Udelberg als Familiensitz gebaut.
200 Jahre später fällt es an die Gemeinde Götzis.1473 | 1648 | 1660 | 1710 Die Kirche St. Arbogast wird erstmals über eine Frühmessstiftung erwähnt.
200 Jahre später wird die Kapelle St. Loy - auf dem Weg nach Arbogast - errichtet und von der Arbogast-Bruderschaft sowie Arbogast als Wallfahrtort errichtet.
Im 18. Jahrhundert wird die Kirche vergrößert.1639 Eine Schule in Götzis wird erstmals erwähnt. Sie wird im Kaplanhaus vermutet.
15. Mai 1694 Götzis wird zur Martkgemeinde erhoben.
1796 | Die Franzosen greifen Götzis an, werden am Kobel zurückgedrängt, wo 1797 zum Dank die Kobel-Kapelle errichtet wird. Drei Jahre später wird es doch besetzt.
1. Jänner 1801 Altach trennt sich von Götzis und wird eigene Gemeinde.
1914 bis 1918 Ca. 800 Männer aus Götzis leisten im ersten Weltkrieg Kriegsdienst. Etwa 152 von ihnen sterben.
1809 Götzis erhebt sich unter Landesschützenmajor Johann Ellensohn gegen die Herrschaft der Bayern.
1821 | 1827 Die Kirche in Meschach wird zur Expositur erhoben. Der Schule in Meschach wird sechs Jahre später fertiggestellt.
1863 Im Oberdorf wird die neue Pfarrkirche im neuromanischen Stil fertiggestellt.
1869 | 1878 |1893 Die ersten zwei Stickmaschinen werden in Götzis aufstellt. Fast zehn Jahre später startet hier erstmals in Vorarlberg eine Wirkwarenproduktion. Auch eine Trikotfabrik wird gebaut.
1941 Für 200 Südtioler Umsiedlerinnen und Umsiedler wird die Südtiroler Siedlung errichtet.
1939 bis 1945 239 Götzner sterben im zweiten Weltkrieg. Götzis wird 1945 von der französischen Artillerie beschossen, weil NS-Truppen Widerstand leisten.
1951 | 1953 | 1973 | 1974 | 1979 Bevor die Hauptschule eröffnet wird, entsteht eine Hauptschulklasse an der Volksschule.
Die Volksschule am Götznerberg wird fertiggestellt.
Die Hauptschule wird mit einem Musikzweig ergänzt.
Die Volkschulen Blattur und Moos werden eröffnet.1960 Das von der Katholischen Jugend errichtete Bildungshaus St. Arbogast wird eingeweiht.
1972 Im Mösle wird die Sportanlage eröffnet. Sie wird von der Marktgemeinde Götzis betrieben. Hier findet jährlich Ende Mai mit einem internationalen Mehrkampfmeeting die größte Sportveranstaltung Vorarlbergs statt. Das Stadion bietet Platz für bis zu 11.000 Besucherinnen und Besucher. Das Gelände wird neben der Leichtathletik v.a. für Fußballspiel und den Schulsport genutzt.
1977 | 1989 Im Gebäude der Hauptschule entsteht die Expositur des Oberstufenrealgymnasiums Feldkirch.
Zwölf Jahre später kann der Schulneubau des Bundes-Oberstufenrealgymanisums Götzis bezogen werden.1981 | 1982 Das Seniorenheim-Wohn- und Pflegeheim und im Folgejahr das Pfarrzentrum werden eröffnet.
Mitte der 90er-Jahre Die 10.000 Einwohnerzahl wird überschritten.
2009 Das Sonderpädagogische Zentrum wird erweitert und adaptiert.
2000 Die Kulturbühne Ambach wird feierlich eröffnet. Sie ergänzt mit dem bestehenden Vereinshaus das Kulturprogramm.
Impressum Vielen Dank an Lisa Schrott und Vanessa Gimplinger für die Erarbeitung eines Ortsportäts im Rahmen ihrer Studien an der PH Vorarlberg. Ihre Information sind in dieser Aufstellung integriert. Sie haben als Textquelle die Webseite der Marktgemeinde Götzis genutzt. Die Bildrechte liegen beim Bildungsmedienzentrum Vorarlberg.
Wissens-Datenbank (Laternsertal)
im Überblick
Städte und Talschaften Vorarlbergs Das Laternsertal
Inhalt 1. Übersicht 4. Kirchen 7. Wirtschaft 2. Gemeinde Laterns 5. Berge und Geologie 8. Verkehr 3. Bildung 6. Flüsse 9. Geschichte - Übersicht
Das Laternsertal Das Laternsertal ist Teil des Rheintals und zählt zu den Rheintal-Hanggemeinden. Es besteht zum größten Teil aus dem Gemeindegebiet von Laterns. Der Hauptfluss ist die Frutz. Bevor die Frutz in die Rheintalebene austritt, ist das Laternsertal schluchtartig verengt. Bedingt durch diese Enge war das Bergtal jahrhundertelang nur schwer erreichbar.
Das Tal ist beidseitig von Bergen umgeben. Diese fallen auf der linken Talseite schroff, auf der rechten Seite weniger steil ab. Das Trogtal wurde vom Rheintalgletscher geformt, bevor die Frutz sich teilweise tief ins Gestein eingeschnitten hat.Zahlen und Daten Gemeinden: Laterns (flächenmäßig größte Gemeinde des Bezirks Feldkirch) Teile von: Dünserberg, Rankweil, St. Gerold, Übersaxen, Zwischenwasser Alle Nachbargemeinden: Blons, Damüls, Dornbirn, Dünserberg, Rankweil, St. Gerold, Satteins, Schnifis, Übersaxen, Zwischenwasser Nur Laterns und Damüls grenzen an Orte aller vier Bezirke des Landes. Bevölkerung: 698 (2023) Fläche: 60 km2 Länge: 16 km Hauptfluss: Frutz Bezirk: Feldkirch Besiedelung Die älteste noch erhaltene Urkunde über die Walserbesiedlung in Vorarlberg stammt aus dem Laternsertal. Aus ihr geht hervor, dass im Jahre 1313 die Grafen Rudolf und Berthold von Montfort das Gut Glatterns und die Alpe Gapfohl an sechs Walser Siedlerfamilien als Erblehen verliehen haben.
Namensgebung Der Name der Gemeinde Laterns leitet sich von Gut Glatterns ab, das Walser Familien 1313 zur Besiedelung zugewiesen wurde.
Wappen Die Wappenurkunde ist auf den 22. Juli 1938 ausgestellt.
Ein von Silber und Rot gespaltener Schild wird senkrecht von einer blauen Spitze durchzogen. In dieser erhebt sich eine golden befruchtete Wäldertanne (für den Waldreichtum) aus einem grünen Dreiberg. Außerdem sind 11 fünfzackige "Walser"-sterne aus dem Walliser Kantonswappen zu sehen. Den Schild umgibt eine schwarze Randeinfassung.
- Gemeinde Laterns
Gemeinde Die Parzellen Laterns-Thal, Bonacker und Innerlaterns bilden die Gemeinde Laterns. Bad Laterns, wo ein Gasthof mit Fischteich betrieben wird, gehört zu Innerlaterns. Der Weiler Wies ist nicht mehr besiedelt.
Die Gemeinde Laterns ist mit 43,8 km² die flächenmäßig größte Gemeinde des Bezirks Feldkirch und mit Damüls die einzige Gemeinde des Landes, deren Nachbargemeinden in allen vier Bezirken liegen.Laterns-Thal | Vorderlaterns Die Ortschaft Laterns-Thal wird auch Vorderlaterns genannt. Sie liegt auf 921 m ü.A.
Hier befinden sich neben der Pfarrkirche das Gemeindeamt und die Volksschule.Bonacker Die Ortschaft Bonacker liegt auf 995 m ü.A. Ihre Bergwiesen, die Bergmähder, sind oft als Viehweide in Verwendung.
Innerlaterns Innerlaterns liegt auf 1.048 m ü.A.
Hier befindet sich neben der Expositurkirche auch der Kindergarten der Gemeinde.Bad Laterns Zwischen der Ortschaft Innerlaterns und dem Furkapass liegt Bad Laterns auf 1.200 m ü.A.. Es gehört zur Parzelle Innerlaterns. Der Gasthof, das „Bädle”, dient vor allem im Sommer dem Fremdenverkehr. Oberhalb der Straße steht die Kapelle Bad Laterns.
Im alten Badehaus wurde die kalte Eisen-Schwefelquelle seit dem 17. Jh. für Heilzwecke genutzt.
- Bildung
Bildungseinrichtungen Der Kindergarten der Gemeinde befindet sich in Innerlaterns, die Volksschule in Laterns-Thal. Die nächstgelegene Mittelschule kann in Zwischenwasser besucht werden. Fraxern, Laterns, Meiningen, Rankweil, Röthis, Sulz, Übersaxen, Viktorsberg, Weiler und Zwischenwasser bieten musikalischen Unterricht in der Musikschule Rankweil-Vorderland an.
- Kirchen
Pfarrkirche Laterns-Thal Ursprünglich gehörte Laterns zur Pfarre Rankweil. 1411 wird eine Kapelle geweiht, die 1502 vergrößert wird. 1529 wird Laterns eine eigene Pfarre. 1673 wird die Kapelle erweitert und baockisiert. 1892 bis 1893 wird die Kirche vergrößert, entbarockisiert und dem neugotischen Stil angepasst. Sie ist dem hl. Nikolaus geweiht.
Kirche Innerlaterns Die Expositurkirche Innerlaterns wird 1908 im neugotischen Stil fertiggestellt und als „Unsere Liebe Frau Mariahilf“ der hl. Maria geweiht. Sie wird unweit einer Kapelle errichtet, die den hll. Theodul und Rochus geweiht war und seit dem 18. Jh. nachweisbar ist. Diese Kapelle wurde 1832 und 1862 erweitert,
Kapelle in Bonacker Die Kapelle Maria Schnee wird 1614 erbaut und 1902 umgebaut.
Kapelle Bad Laterns Die Kapelle in Bad Laterns, oberhalb der Straße gegenüber dem Gasthaus, wird 1870 fertiggestellt. Sie ist den hll. Magdalena und Anonius (von Padua) geweiht und gehört zur Expositurkirche Innerlaterns.
Hausaltar aus dem Laternsertal Das bedeutendste sakrale Kunstwerk aus dem Laternsertal ist der kleine gotische Hausaltar von der aufgelassenen Hauskapelle des einstigen Vorderbades, das am linken Frutzufer unterhalb der Parzelle Wiesle stand. Das kostbare Werk, das heute im Vorarlberger Landesmuseum in Bregenz aufbewahrt wird, trägt die Inschrift “Ulrich Geser maler ze Bregentz 1499”. Im mittleren Teil des Altares sind (von links nach rechts) die Statuen der Heiligen Leonhard, Martin, Georg und Sebastian dargestellt, auf den Altarflügeln die Walserheiligen Nikolaus (links) und Theodul (rechts).
- Berge und Geologie
Hoher Freschen Der Hohe Freschen ist mit 2.004 m die höchste Erhebung des Freschenstocks. Er begrenzt mit seinen südlichen Ausläufern das Laternsertal im Norden. Die Schutzhütte des österrischen Alpenvereins unterhalb des Gipfels wurde 1972 errichtet. Dort befinden sich eine Kapelle, ein Alpengarten und mit der Großen Freschenhöhle ein Naturdenkmal. Die Kapelle ist dem Hl. Bernhard, dem Patron der Bergsteiger, geweiht. Der Hohe Freschen liegt nicht im Einzugsgebiet der Frutz. Er liegt an der Laternser Gemeindegrenze.
Schlucht Unterhalb der Ortschaft Laterns-Thal befindet sich die wildromantische Üble Schlucht. Das Wasser formte sie über Jahrhunderte hinweg. Hauptsächlich besteht sie aus Kieselkalk.
Sie wurde durch einen Steig, der nur im Sommer bei nicht zu hohem Wasserstand der Frutz begehbar ist, erschlossen. Ursprünglich war der Steig als Wegverbindung ins Rheintal in Verwendung. Heute ist dieser Weg nur noch ein Wandersteig.
- Flüsse
Flüsse Der Hauptfluss ist die Frutz. Ihre Quelle liegt unweit des Furkapasses. Sie hat sich teilweise tief ins Gestein eingeschnitten und so die Üble Schlucht geformt. An der Grenze zwischen Koblach und Meiningen mündet sie in den Rhein.
Das Bild zeigt den Garnitzbach. Er entspringt in der Nähe des Freschenhauses und mündet bei Bad Laterns in die Frutz. Die Garnitza- und die Saluveralpe liegen am Garnitzabach.
- Wirtschaft
Bis 1920 Bis zum Einsetzen des Fremdenverkehrs bildeten jahrhundertelang Viehzucht und Holzwirtschaft den Haupterwerb der Bewohner des Laternsertals. Letztere ist auf den Waldreichtum im Tal zurückzuführen. Vier Jahrhunderte lang wurde die Küblerei als Hausindustrie betrieben. Deren Erzeugnisse, Holzgefäße aller Art, waren begehrte Handelsartikel. Mit dem Aufkommen der Kunststoffe war dieses Handwerk kaum mehr gefragt.
Tourismus Das Schigebiet in Laterns-Gapfohl lockt im Winter Gäste mit über 27 Pistenkilometern ins Tal, im Sommer die dazugehörige Sommerrodelbahn. Zahlreiche Wandermöglichkeiten auf die umliegenden Berge oder in die wildromantische Üble Schlucht sind besonders im Sommer touristisch interessant. Gern befahren wird die Straßenverbindung über den Furkapass nach Damüls.
- Verkehr
Verkehr Laterns ist über eine Landesstraße mit Rankweil verbunden. Die Landbuslinie bietet regelmäßige Fahrten v.a. ins Rheintal. Der Furkapass, auch Furkajoch genannt, bildet die Verbindung vom Laternsertal in den Bregenzerwald und von dort über das Faschinajoch in das Große Walsertal.
Furkapass Der Furkapass liegt auf 1.761 m ü.A. 1970 wurde der Güterweg auf den Furkapass, der nach dem Zweiten Weltkrieg angelegt wurde, zur Landesstraße ausgebaut. Im Winter wird die Straße nicht vom Schnee befreit und bleibt gesperrt. Im Sommer ist sie stark frequentiert.
Jahrhundertelang führte ein Saumpfad über den Pass, bestanden doch zwischen den Walsern des Laternsertals und jenen von Damüls enge Beziehungen.
Geschichte (Laternsertal)
im Überblick
Geschichte des Laternsertals
- 1000
1177 Erstmals wird ein Ort im Laternsertal urkundlich als Montem Clauturni erwähnt. Bis ins 17. Jh. wird es als Glatterns bezeichnet.
1313 Die Grafen Rudolf und Berthold von Montfort verleihen das Gut Glatterns und die Alpe Gapfohl an sechs Walser Siedlerfamilien als Erblehen. Diese Walser Familien besiedeln als erste ganzjährig das Tal. Bis dahin wird es nur im Sommer landwirtschaftlich genutzt.
1499 Im Vorarlberger Landesmuseum in Bregenz wird ein Hausaltar aus dem Laternsertal aufbewahrt. Er trägt die Inschrift “Ulrich Geser maler ze Bregentz 1499”. Er zeigt die Heiligen Leonhard, Martin, Georg und Sebastian, auf den Altarflügeln die Walserheiligen Nikolaus und Theodul.
- 1500
um 1500 Anstelle einer Kapelle wird in Laterns-Thal die Pfarrkirche erbaut und dem hl. Nikolaus geweiht. Im 17. Jh. wird sie erweitert. 1892 erhält sie die heutige Gestalt.
1529 Laterns löst sich kirchlich von Rankweil und wird eine eigene Pfarre.
ab 14. Jh. Die Küblerei wird als Hausindustrie betrieben. Die Erzeugnisse sind vor allem Holzgefäße aller Art. Das Aufkommen von Kunststoffen nach dem Zweiten Weltkrieg setzt diesem Handwerk ein Ende.
ab 17. Jh. In Bad Laterns werden Heilbäder angeboten. Die kalte Eisen-Schwefelquelle soll heilende Wirkung zeigen.
- 1900
1909 Das Laternsertal ist durch eine Fahrstraße erschlossen. Die größten Gefahrenstellen im vorderen Teil des Tales wurden mit Tunnels und Galerien beseitigt.
1970 Der Güterweg auf den Furkapass wird zu einer befestigten Straße ausgebaut und zur Landesstraße erklärt. Jahrhundertelang führt nur ein Saumpfad über den Pass.
1972 Das Freschenhaus, eine Schutzhütte des österreichischen Alpenvereins, wird fertiggestellt. Daneben steht eine Kapelle, die dem hl. Bernhard, dem Patron der Bergsteiger, geweiht ist.
Impressum Diese Zusammenstellung basiert auf "Bilder aktuell" und dem Dokument Begleittext.pdf der Basisinformationen. Diese finden Sie inkl. des Impressums unter Material bzw. Multimedia, wo weitere Bilder und ergänzende Informationen enthalten sein können.



































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































